Shops im Test: Beck vs. Wolters-Kluwer

Ich habe in letzter Zeit sehr viel bestellt in juristischen Online-Shops, zum einen weil ich ein paar Werke selber brauchte, zum anderen habe ich für andere Anwälte was bestellt um zu sehen, wie die mit der Eingabemaske vorankamen. Ich wollte mir einen Eindruck verschaffen, wie gut die Online-Shops sind.

Vorab das wichtigste: Bestellen kann man in beiden Shops recht flüssig und selbst ein 70jähriger Anwalt hat es geschafft zu ordern was er brauchte. Dennoch gibt es einiges an Kritik. Und Probleme die ich bis jetzt nicht lösen konnte.

Bei Wolterskluwer finde ich die Übersicht sehr schön, da man hier sehr gezielt und übersichtlich nach Produkten und Produktkategorien suchen kann. Die Prdukte werden ordentlich vorgestellt, man kann in etwa abschätzen worauf man sich einlässt. Der Bestellprozeß ist auch noch einfach, was ich ja schön finde ist, dass man nicht gezwungen wird ein Login-Konto anzulegen - man kann auch ohne so ein Konto direkt und schnell bestellen.

In der Bestellabwicklung wird es dann aber haarig: Zum wiederholten Male habe ich was aus der Carl-Heymanns-Marke bestellt. Dauert schon wieder etwa eine Woche bis es da ist. Da ich sowas beim ersten Mal nicht kannte, habe ich nach ein paar Tagen angrufen und gefragt, ob alles OK ist mit meiner Bestellung. Es dauerte fast 10 Minuten, bis man dort meine Internet-Bestellung gefunden hatte, Hintergrund war scheinbar (wenn ich das richtig verstanden habe), dass meine Heymanns-Bestellung anders gespeichert wurde. Hätte ich darauf von Anfang an hingewiesen, wäre das wohl schneller herausgekommen. Da man aber durchweg im WoltrsKluwer Shop bestellt, ist das etwas seltsam für den Kunden. Wer dort bestellt, sollte sich einfach auf eine 1-Wöchige Lieferzeit einstellen und nicht verwirrt sein, wenn man z.B. Montags bestellt und Freitags ist noch nix da, auch wenn ein Werk als “lieferbar” markiert ist. Ist halt so.

Im Beck-Shop sieht es ähnlich aus, auch wenn ich den einfach “zu voll” finde. Wer den mal aufruft, entdeckt eine Startseite voller Anzeigen und Optionen - wenn man sich mal das neue Beck-Online ansieht, weiss man aber, dass der Beck-Verlag es auch sehr viel besser kann. Vielleicht wird es ja bald umgestellt, ich hoffe es jedenfalls. Die vielfältigen Optionen, so man sie denn dann verstanden hat, bieten komfortablen und umfassenden Zugriff wenn man z.B. unspezifisch nach Themen und Produktart sucht. Die Produkte werden umfassend beschrieben, die Bestellung geht ebenfalls einfach - auch wenn man hier ein Kundenkonto anlegen muss. Für mich als Datenschützer ein klares “PfuiPfui”.

Auch hier fängt der Spass erst in der Abwicklung an. Die Werke selbst kommen, wie gewohnt, in kürzester Zeit an, ich hatte schon nach 24 Stunden teilweise meine Lieferung zu hause. Hier wie bei WoltersKluwer übrigens immer ohne Versandkosten, was ich sehr gut finde, mich aber dann frage, warum ich als Zeitschriftenabonnent d…

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Themen: Software , Arbeitstipps
Rechtsgebiet: Urheberrecht

Erschienen 14. März 2008 auf http://www.jurakopf.de.

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