Shell-Konzern auf der Anklagebank

Ken Saro-Wiwas Tod war an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Nach dem Verfahren vor einem Militärgericht, zu dem er weder einen Anwalt hinzuziehen noch ein eigenes Plädoyer verlesen durfte, wurde der zum Tode verurteilte nigerianische Schriftsteller am Morgen des 10. Novembers 1995 mit acht weiteren Verurteilten von einer Kaserne ins Gefängnis der Provinzhauptstadt Port Harcourt geschleppt.

Dort hatte seit Nigerias Unabhängigkeit vom britischen Imperium 1960 keine Hinrichtung mehr stattgefunden: Die Henker wurden aus dem Norden des Landes eingeflogen, die Grube unter dem Galgen erwies sich als zu flach. (…)

US-Menschenrechts-Prozesse

Das Hickhack um den Prozessauftakt zeugt von der Brisanz des Verfahrens: Eigentlich sollte die Verhandlung gegen Shell vor dem US-Distriktgericht in Manhattan am Mittwoch mit der Auswahl der Geschworenen beginnen. Doch quasi in letzter Minute wurde die Verhandlung ohne Begründung verschoben. Jetzt wird frühestens für Dienstag mit dem Prozessauftakt gerechnet.

Die nigerianischen Kläger werden von der US-Bürgerrechtsorganisation Center for Constitutional Rights und der Gruppe EarthRights Interniatonal vertreten.

Bereits im April machte ein US-Gericht den Weg frei für eine Klage von Opf…

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Themen: Rechtsprechung (int) , Daimler , Shell , Prozesse , Schriftsteller , Manhattan

Erschienen 29. Mai 2009 auf http://log.handakte.de/.

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