Sedlmeyer-Mörder müssen zumindest begrenzte Öffentlichkeit hinnehmen

Der Bundesgerichtshof hat mit zwei Urteilen vom gestrigen 15. Dezember 2009 (AZ: VI ZR 227/08 und VI ZR 228/08) zwei Urteile des Hanseatischen Oberlandesgerichtes Hamburg aufgehoben, in denen dem Deutschlandradio aufgegeben worden war, die Namen der verurteilten Straftäter aus Textbeiträgen zu löschen, die in dem Archiv der Internetseite des Radiosenders abgelegt waren.

Damit hat der BGH die in der Instanzrechtsprechung sehr unterschiedlich beurteilte Verpflichtung zur nachträglichen Veränderung von Internetarchiven wohl vorerst geklärt, allerdings bleibt abzuwarten, ob möglicherweise noch das Bundesverfassungsgericht mit der Frage beschäftigt wird.

Schlagworte: AG, BGH, Deutschland, Gericht, Hamburg, Internet, Medienrecht, Namen, PR, Radio, Recht, Rechtsprechung, Urteil, Urteile, Verfassung Verwandte Artikel BVerfG, Beschluss v. 11.08.2009 – 1 BvR 134/03 – “(Verbreiter-)Haftung für Pressespiegel unterliegt Schranken” (0) OLG Köln, Urteil v. 15.08.2008, 6 U 51/08 – “Zur Haftung des administrativen Ansprechpartners der DENIC” (1) OLG Frankfurt am Main, Urteil v. 22.05.2007 – 11 U 72/06 – "Internet-Archive" (0) LG Saarbrücken, Urteil v. 10.12.2008 – 9 O 258/08 – “Unterlassungsschuldner schuldet Löschung aus Google Cache” (0) BVerfG, Beschluss vom 4.04.2006 – 1 BvR 518/02 – “Rasterfahndung” (0)
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Themen: Deutschland , Rechtsprechung , Internet , Urteil , Urteile , Bgh , Bundesgerichtshof , Hamburg , Verfassung , Radio , Deutschlandradio
Rechtsgebiet: Medienrecht

Erschienen 16. Dezember 2009 auf http://sewoma.de/berlinblawg.

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