SEB Immoinvest, Kanam Grundinvest, AXA Immoselct: Fondsanteile werden nicht mehr zurückgenommen - CLLB Rechtsanwälte raten zur
Anspruchsprüfung
Berlin, 10.05.2010 Eine ganze Reihe von offenen Immobilienfonds wurden kurzfristig geschlossen, die Fondsgesellschaften nehmen keine
Anteile mehr zurück.
Gerne wurden offene Immobilienfonds als sichere und jederzeit verfügbare Kapitalanlagen verkauft. Bei diesem Anlagemodell sammelt ein
Fonds Anlegergelder, um davon in unterschiedlichen Regionen der Welt Immobilien zu kaufen. Über die Mieteinnahmen und durch
Verkaufserlöse erhielten die Anleger jahrelang oft eine stabile Rendite zwischen vier und fünf Prozent. Oftmals wurden die Fonds
damit beworben, dass man sie börsentäglich zurückgeben könne.
Damit ist es jedenfalls beim SEB Immoinvest, beim Kanam Grundinvest und beim AXA Immoselect erst einmal vorbei. Es wird berichtet,
dass die Fondsgesellschaften keine Anteile mehr wie bisher zurücknehmen.
Hintergrund: in letzter Zeit wollten zu viele Anleger ihre Anteile wieder zu Geld machen. Da das Geld der Fonds aber zum Großteil in
Immobilien festliegt, kann nur ein Teil der Anteile zurückgenommen werden. Wollen zu viele Anleger ihr Geld auf einmal zurück haben,
so kann die Situation eintreten, dass der Fonds Immobilien unter Druck und unter Wert verkaufen müsste, um so schnell Liquidität zu
schaffen und die Rückzahlungswünsche zu befriedigen. Hinzu kommt, dass von einem Gesetzentwurf des Finanzministeriums berichtet wird,
wonach den Fonds vorgeschrieben werden soll, "zur Sicherheit" pauschal einen 10 %igen Abschlag auf ihre Liegenschaften vorzunehmen.
Auch dies dürfte die Zahl der Rückgabewünsche gesteigert haben. Die Fondsgesellschaften haben reagiert, indem sie die Rücknahme der…
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