Die Waffe für den zweiten Raub
Rechtslupe | 18. März 2010 — Aus einem Raub wird ein schwerer Raub mit einer Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren, wenn der Täter oder ein anderer Beteili…
Setzt der Täter, vom Opfer wahrgenommen, nach Vollendung, aber noch vor Beendigung der Raubtat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug mit dem Ziel weiterer Wegnahme ein, so genügt dies für ein Verwenden „bei der Tat“ im Sinne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB auch dann, wenn die angestrebte weitere Wegnahme nicht vollendet wird.
Diesen Leitsatz hat der Bundesgerichtshof in seinem Beschluss vom 25. Februar 2010 in dem Verfahren 5 StR 542/09 aufgestellt und seine Entscheidung u.a. wie folgt begründet:
[§ 250 II Nr. 1 StGB] verlangt eine Verwendung des gefährlichen Werkzeugs „bei der Tat“. Es entspricht dabei ständiger Rechtsprechung, dass eine Verwirklichung der Qualifikationstatbestände des § 250 Abs. 2 Nr. 1 und 3a StGB auch noch in der Phase zwischen der – hier gegebenen [...] – Vollendung und der Beendigung der Raubtat möglich ist [...]. Allerdings muss das den Qualifikationstatbestand erfüllende Handeln noch von Zueignungsabsicht (in Fällen der räuberischen Erpressung von Bereicherungsabsicht) getragen sein, was auch dann anzunehmen ist, wenn es auf Beutesicherung abzielt [...]. Gleiches gilt, wenn der Täter – wie hier – im Rahmen eines noch nicht abgeschlossenen einheitlichen Tatgeschehens zur Intensivierung seiner Drohung und zugleich seines Angriffs auf die von §§ 249 ff. StGB mitgeschützten Vermögensrechte ein gegebenenfalls von ihm zuvor nur mitgeführtes gefährliches Werkzeug tatsächlich einsetzt und damit den Qualifikationstatbestand vollständig erfüllt [...]. Dann sind – ungeach- tet einer weiteren vollendeten W…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. März 2010 auf http://www.sokolowski.org/.
Rechtslupe | 18. März 2010 — Aus einem Raub wird ein schwerer Raub mit einer Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren, wenn der Täter oder ein anderer Beteili…
Juraexamen.info | 25. März 2010 — Der BGH hat in einem Urteil vom 25.2.2010 (5 StR 542/09) entschieden, dass die Qualifikation des Verwendens „bei der Tat“ im …
Anwalt bloggt | 1. Dezember 2010 — Ein Überfall mit einer ungeladenen Waffe stellt keinen schweren Raub dar. Dies hat der Bundesgerichtshof in seinem Beschluss …
Anwalt bloggt | 24. April 2006 — BGH, Beschluss vom 08.02.2006 - 2 StR 575/05 Ein Schlüsselbund kann je nach Art der Verwendung ein gefährliches Werkzeug im S…
Jurabilis | 29. Oktober 2004 — Der Tatbestand des schweren Raubes nach § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB setzt voraus, dass der Täter oder ein anderer Beteiligter am Raub …
Heymanns Strafrecht Online Blog | 19. Mai 2010 — Wenn man die Homepage des BGH häufig besucht, um nach neuen Entscheidungen Ausschau zu halten, hat man im straf(verfahrens)rech…
RA Dr. Böttner | 27. November 2011 — Erpressung / gefährliche Körperverletzung / Computerbetrug / Freiheitsstrafe / EC-Karte / PIN / Pistole / Geldautomat BGH, B…
Rechtslupe | 26. Mai 2010 — Ein besonders schwerer Fall des Raubs liegt nach § 250 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b StGB vor, wenn wenn der Täter oder ein anderer Be…
Anwalt bloggt | 23. August 2010 — Eine Verurteilung wegen Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung setzt voraus, dass festgestellt wird, dass der Täter…
Heymanns Strafrecht Online Blog | 17. November 2011 — Das LG hat den Angeklagten wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körper…