Schwarze Löcher – kein Fall für das Bundesverfassungsgericht

Eine deutsche Staatsbürgerin hat Angst. Dass Wissenschaftler die Erde zerstören. In der Nähe von Genf, in CERN, einem europäischen Kernforschungszentrum.

Warum? Die wollen da Schwarze Löscher produzieren, im kleinen Maßstab. Schwarze Löcher sind implodierende Sterne, die soviel Gravitation entfalten, dass sie alles anziehen, selbst das Licht. Sie sind derzeit wohl auch nicht direkt nachweisbar, nur indirekt, eben durch das Licht.

Die Befürchtung der Bürgerin: Wenn also so ein Miniloch entsteht, könnte es ja auch nach und nach die Umgebung “verschlucken”, bis die ganze Erde darin verschwunden ist. Denn in der Theorie können Schwarze Löcher das, sie wachsen dadurch. Gut, so schlimm wäre das vielleicht nicht. Denn am Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs soll die Zeit bis zur Unendlichkeit stehen bleiben. Leben wir halt alle etwas länger. Na gut, da müßte sich die Rentenkasse schon was einfallen lassen.

Warum versteht aber das Bundesverfassungsgericht diese Sorgen nicht? Weil die Bürgerin nicht schlüssig darlegte, dass die Zerstörung eintreten werde. Ah, ja. Denn nach überwiegender wissenschaftlicher Meinung birgt das Experiment keine Gefahren. Und wenn doch? Naja, dann ist es eh zu spät.

Überwiegende wissenschaftliche Meinung? Wie wa…

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Themen: Cern , Erde , Bundesverfassungsgericht , Vergangenheit

Erschienen 11. März 2010 auf http://www.r-tape.de.

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