Schmiergeldaffäre: US-Gericht verdonnert Siemens zur Zahlung von insgesamt 800 Millionen $

Im Schmiergeldskandal muss Siemens den USA 450 Millionen € Bußgeld zahlen bloß 350 Millionen an den US-Börsenaufsicht SEC. Damit werden die Ermittlungen nun eingestellt.

Als Auflage muss Siemens als unabhängigen “Compliance Monitor” den Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel künftig darüber wachen lassen, wie Maßnahmen zur Vermeidung von Korruption und zur Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften bei Siemens umgesetzt werden.

Der Konzern hat für die erwarteten Geldbußen der Behörden in den USA und Deutschland eine Milliarde Euro zurückgestellt. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen Schmiergeldzahlungen und schwarzen Kassen.

Der Korruptionsfall hat Siemens bereits 2,5 Milliarden € gekostet. Am teuersten waren interne Ermittlungen durch Anwälte und Wirtschaftsprüfer, die auf Druck der SEC erfolgten.

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Themen: Korruption , Materielles Strafrecht , Compliance , Siemens , Theo Waigel
Rechtsgebiet: Strafrecht

Erschienen 15. Dezember 2008 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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