Schlechte software, schlechte Dunkelfeldforschung
Berichte über die geplante "Sammelklage" gegen Software Bugs und die Diskussion um die Dunkelfeldausleuchtung von Transparency International bringen mich dazu beides zu verbinden: Schlechte Software ist mit für das Große Dunkelfeld bei der IT-Delinquenz verantwortlich. Dazu zwei Schnipsel aus meiner Doktorarbeit. Im Bereich der IT-Delinquenz und insbesondere im Zusammenhang mit dem Internet, wird vielfach bekundet, das Internet sei ein " rechtsfreier Raum"' oder zumindest ein " rechtsfolgenfreier Raum"'. Und selbst von staatlicher Seite, wird zwar einerseits der Anspruch erhoben, auch im Internet die eigenen Gesetze durchzusetzen, andererseits wird bekundet, dass sich der Bürger angesichts globaler Datennetze vor allem selbst schützen müsse. Auch scheinen die Grundsätze der Produkt- und Produzentenhaftung im Bereich IT-Systeme nicht zu gelten. Während Benutzer tagtäglich mit der katastrophalen Qualität von IT-Produkten konfrontiert werden, scheint es praktisch nie dazu zu kommen, dass die Hersteller für die durch ihre Produkte hervorgerufenen Schäden erfolgreich in Anspruch genommen werden. Durch diese Umstände wird der Bürger verwirrt und mag in vielen Fällen zu dem Schluss kommen, das staatliche Regelungen im Computerbereich nicht relevant seien und deshalb Vorfälle nicht zur Anzeige bringen. [...] Wie bereits oben gezeigt, funktionieren Computer nur sehr eingeschränkt zuverlässig und sicher. Die Herstellung von Software wird oftmals wie ein Handwerk oder eine Kunst betrieben und nicht wie eine Ingenieurleistung. Eine \fachb{lex artis} der Software- Entwicklung scheint sich bisher nicht heraus…
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Themen: Transparency International , Doktorarbeit , Schlechte Software
Erschienen 10. Dezember 2004 auf http://blogs.23.nu/disLEXiaDE/.
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