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Schell will die Staatsbahn und den Beamtenstatus zurück

am 31.07.2007 von http://lawblog.mcneubert.de/

Spiegel Online schreibt heute über ein Treffen mit Manfred Schell, dem Chef der Lokführergewerkschaft. Auch wenn er vielleicht den Bahnverkehr in Deutschland lahm legen könnte, so scheint den Ex-Lokführer und Ex-Ferrarifahrer, der vom Lokführer als Helden der Nation träumt wohl keiner richtig ernst zu nehmen. Das geht bei der Überschrift “Manfred, der Lokführer” los und zieht sich durch den gesamten Artikel. Aber wen wunderts, denn Schell schwärmt vom alten Beamtenstatus und dem systematischen Karriereaufstiegen aufgrund der Dauer der Betriebszugehörigkeit:
“Ich habe angefangen als Reservelokomotivführer zur Anstellung in der Besoldungsgruppe A 5. Damals hattest du die Hoffnung: Irgendwann kommst du nach A 6. Und dann kommt A 7. Dann kommst du irgendwann nach A 8. Dann hattest du A 9, das waren die Lokbetriebsinspektoren, und dann gab es noch die A 9 Z, die Lokbetriebsinspektoren mit Zulage. Du hattest immer noch etwas vor Augen. Wie die berühmte Wurst oder die Möhre, die man dem trabenden Esel vors Maul hält. So war das. Bomm, bomm, bomm.”
Nach Schells Aussage bekommen Lokführer heute ein Einstiegsgehalt von 1980 Euro brutto im Monat. Sechs Jahre später erhalten sie 2142 Euro, aber dann ist Schluss.
Jetzt kann man sich sicher streiten, ob 2142 Euro ein angemessenes Gehalt für den verantwortungsvollen Job eines Lokführers sind.  Mir ist allerdings nicht klar, warum ein Lokführer stufenweise mehr verdienen soll, nur weil er schon 10, 15 oder 20 Jahre Lokführer ist. Vielleicht ist es eine Unterschied, ob einer Rangierlock fährt oder den ICE steuert, aber wenn er jahrelang den annähernd selben Loktyp fährt, …

Ich bin sehr nachdenklich...

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Michael C. Neubert

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