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Scheinhinrichtungen in Afghanistan

am 06.11.2006 von http://kleinblog.com/

Gegeüber der Berliner Morgenpost hatte ein Unteroffizier von Scheinhinrichtungen berichtet, die sich in Afghanistan abgespielt haben sollen. Warum sich der Soldat nur an die Presse wendet, bleibt wohl sein Geheimnis. Unstimmigkeiten in dem Bericht gibt es trotzdem.
Ein Angehöriger einer Kampfeineinheit hatte während einer Patrouillenfahrt in der afghanischen Hauptstadt einen Jungen zu sich gerufen und dem völlig verängstigten Kind eine Waffe an den Kopf gehalten. In dieser Pose habe sich der Soldat von mehreren Kameraden fotografieren lassen und den Jungen anschließen mit einem Dollarschein “belohnt”, beschrieb S. die Szene.
S. ist der ominöse Zeuge, der alles mit eigenen Augen gesehen haben will. S. ist Unteroffizier einer “Versorgungseinheit”. Was dieser Soldat dann außerhalb des Camps zu suchen hatte und warum er auf einer Patrouille unterwegs gewesen sein soll, ist klärungsbedürftig. Doch damit nicht genug. Auch Drogenparties soll es gegeben haben:
Der Zeuge Frank S. berichtete der Morgenpost von so genannten “Ketanest-Partys” in Afghanistan. Ketanest ist ein Schmerzmittel, das wegen seiner starken Nebenwirkungen nur in der Notfall-Medizin und dort auch nur im Ausnahmefall Anwendung findet. In Afghanistan soll dies Medikament, das laut S. vor Jahren noch jeder Bundeswehrsanitäter in seinem Erste-Hilfe-Koffer gehabt habe, mehrfach von Soldaten als Droge missbraucht worden sein.
“In einer normalen Apotheke gibt es dieses Medikament nicht”, sagte Rainer Bienfait, der Vorsitzende des Berliner Apothekerverbandes gestern. Ketanest erzeuge Halluzinationen, …

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