Westerwelle: Steuersenkungen trotz Griechen-Hilfe möglich
Reuters | 30. April 2010 — Berlin (Reuters) - FDP-Chef Guido Westerwelle pocht auf Steuersenkungen trotz der deutschen Hilfen in der Griechenland-Krise. …
Berlin (Reuters) - Nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist die Höhe der Finanzhilfen für Griechenland noch offen.
Die genaue Zahl wisse niemand, sagte Schäuble am Mittwochabend in den ARD-Tagesthemen. "Weil im Augenblick diese genaue Zahl in den Gesprächen und Verhandlungen zwischen EU, EZB, IWF und griechischer Regierung verhandelt wird." Dabei hoffe er, dass Deutschland das Hilfspaket nichts kosten werde, weil es ja um einen Kredit gehe, der zurückgezahlt werden müsse. Werde ein vernünftiges Restrukturierungsprogramm für die griechische Wirtschaft zustandegebracht, werde es nicht zum Ausfall des Kredits kommen.
Wenn es gelinge, Griechenland die Zahlungsfähigkeit zu sichern, werde eine Spekulationswelle gegen andere Länder gar nicht erst entstehen, sagte Schäuble. "Würden wir scheitern, dann würden die Spekulationen gegen alle Länder der Euro-Zone zunehmen und wahrscheinlich auch gegen andere Währungen."
Am Mittwoch zeichnete sich ab, dass Deutschland für Hilfen an Griechenland wesentlich tiefer in die Tasche greifen muss als bislang bekannt: Nach Angaben mehrerer Bundestagsabgeordneter könnten binnen drei Jahren bis zu 25 Milliarden Euro auf Deutschland zukommen. Insgesamt sollen IWF und Euro-Partner Griechenland mit dreistelligen Milliardenbeträgen vor dem Kollaps bewahren. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sprach Medienberichten zufolge von 135 Milliarden Euro.
Erschienen 29. April 2010 bei http://www.reuters.com.
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