Abschaltungen von 0190er-Rufnummern aufgrund Spam
Anwaltskanzlei von Olnhausen | 18. August 2005 — Wie bereits mehrfach berichtet, schaltet die Bundesnetzagentur (ehemals RegTP) Rufnummern ab, für welche mittels Spam geworbe…
Spam - dieser Begriff steht für unerwünscht zugesandte Werbung und für eine Schattenseite der modernen Kommunikationsgesellschaft. Dieser ist nicht nur ärgerlich und zeitraubend, sondern stellt vor allem für Unternehmen einen Kostenfaktor dar. Spam ist daher generell gesetzlich verboten. Aber auch für den Verbraucher kann Spam lästig und teuer werden - insbesondere der sogenannte Rufnummern-Spam. Um diese besondere Form des Missbrauchs von Rufnummern zu unterbinden, bietet die Bundesnetzagentur (die ehemalige RegTP) einen verbrauchernahen Service.
Beim Rufnummern-Spam werden gezielt Rufnummern und dabei vor allem sogenannte Mehrwertdiensterufnummern beworben. Dafür nutzen einige Anbieter nicht nur das Internet sondern auch andere Medien wie Telefax, SMS oder sogenannte Ping-Anrufe. Gerade diese sind besonders hinterlistig. Der Trick: Ein Teilnehmer erhält einen kurzen Anruf, der gerade ausreicht, um die Rufnummer zu hinterlassen. Diese - meist kostspielige Mehrwertdiensterufnummer - erscheint in der Liste der versäumten Anrufe. Ruft der Teilnehmer nichtsahnend zurück, so kann spätestens mit der nächsten Telefonrechnung die böse Überraschung folgen.
Egal, welches Medium Anbieter nutzen - Rufnummernmissbrauch durch Rufnummernspam ist unseriös und generell verboten. Die Bundesnetzagentur hat zur Verfolgung dieser Missbrauchsform dabei ganz spezielle und weitgehende rechtliche Befugnisse. Um effektiv gegen Rufnummern-Spam vorzugehen, bietet die Bundesnetzagentur einen eigenen Service: Teilnehmer, die eine unerwünschte Werbung mit einer Rufnummer erhalten, können sich telefonisch oder per E-Mail an die Bundesnetzagentur wenden. Dort wird der Fall schnell geprüft. Die Konsequenzen für den Anbieter können (je nach Sachverhalt) von einer Abmahnung bis hin zu einer Abschaltung der Rufnummer reichen. Auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur sind bereits Hunderte von Nummern aufgelistet, die in der Vergangenheit als Kostenfalle enttarnt und daraufhin abgeschaltet wurden.
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