Richter verlor Job an Frau: 87.000 EUR Schadenersatz wegen Diskriminierung
am 05.05.2007 von Handakte WebLAWg
Richter Rune Bard Hansen fährt jeden Tag 50 Kilometer zu seiner Arbeit am Amtsgericht Oslo. Als in seiner Heimatkommune Vestfold eine Richterstelle frei wurde, bewarb er sich. Aufgrund seiner Erfahrung war ihm die Stelle so gut wie sicher. Trotzdem bekam eine schlechter qualifizierte Frau den begehrten Job. Grund: Weibliche Richter sind in Vestfold unterrepräsentiert!
Hansen wollte nicht glauben, dass das norwegische Gleichstellungsgesetz Männer dermaßen diskriminieren kann, und legte Beschwerde ein. Er gewann! 87.000 Euro sollen ihn dafür entschädigen, dass er auch in Zukunft einen weiten Weg zur Arbeit hat, obwohl er für den Richterposten besser qualifiziert war. Die Begründung: Das norwegische Gesetz fordere zwar moderate Frauenquoten, setze sich aber noch lange nicht für radikale Frauenquoten ein. Qualifikation und Erfahrung seien immer noch wichtiger als das Geschlecht des Bewerbers. Diese generelle Einstellung spiegelt sich auch in der norwegischen Statistik wider. Denn obwohl Frauen und …
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