Rezension Zivilrecht: Vermögensverwaltung

Schäfer/ Sethe / Lang, Handbuch der Vermögensverwaltung, 1. Auflage, C.H. Beck 2012 Vonref. iur. David Eckner, Düsseldorf/Vaduz Die Vermögensverwaltung ist ein Sujetdes Bank- und Kapitalmarktrechts. Als ein solches und angesichts der enormenwirtschaftlichen Bedeutung der Vermögensverwaltung verwundert es, dassbisweilen nur sehr wenige Handbücher mit wissenschaftlicher, doch aber zugleichpraxisorientierter Ausprägung erschienen sind. In seiner Schattenwahrnehmunghat die Vermögensverwaltung bislang nur Einzug in größere Handbücher zumBankrecht oder Monographien gefunden. Diese Lücke füllt nunmehr das im C.H.Beck Verlag erschienene Handbuch der Vermögensverwaltung. Schon dasHerausgebertrio lässt das Handbuch zu einem Standard avancieren: Prof. Dr. Frank A. Schäfer, LL.M. (UCLA) ausDüsseldorf, Prof. Dr. Rolf Sethe,LL.M. (London) aus Zürich und Dr. VolkerLang aus Bonn – allesamt Experten des deutschen und europäischen Bank- undKapitalmarktrechts. Neben ihnen beteiligten sich elf weitere Autoren an derAbfassung des Handbuchs der Vermögensverwaltung, darunter etwa Dr. Jürgen Ellenberger, Richter am BGH. Das Handbuch behandelt in fünf großenTeilen sämtliche Aspekte der Vermögensverwaltung; ganzheitlich, präzise undtiefgehend. Teil A „Grundlagen“ (S. 2 – 35) beginnt mit einer knappzwanzigseitigen Bestimmung der Terminologie, Abgrenzungen und einschlägigenRechtsformen der Vermögensverwaltung, woran die geschichtliche Entwicklung derVermögensverwaltung skizziert wird. Teil B „Aufsichtsrecht“ (S. 36 – 161) sowieTeil C „Der Vermögensverwaltungsvertrag und seine Umsetzung“ (S. 162 – 436)könnten als Schwerpunkte der Darstellung beschrieben werden. Unter derÜberschrift „Aufsichtsrecht“ erfolgt zunächst eine Grundlegung durch dieeuropäischen Determinanten des Bank- und Kapitalmarktrechts, woran sich dieaufsichtsrechtlichen Merkmale der Vermögensverwaltung im deutschen Rechtanschließen. Begrüßenswert sind insbesondere der klare Aufbau – voninstitutioneller Aufsicht bis hin zu Verhaltenspflichten – sowie die stetsdurchproblematisierten Ausführungen. Dem Leser begegnet an keiner Stelleausschließlich deskriptiver Vortrag; stets werden vielmehr Querverstrebungen,Haftungsrisiken, Gestaltungspraktiken und ähnliches aufgezeigt. Auf diesefundamentale Darstellung folgt die Analyse des Nukleus der Vermögensverwaltung:der Vermögensverwaltungsvertrag. Insbesondere die hierin liegendenzivilrechtlichen Problemstellungen verdeutlichen einmal mehr, dass das Bank-und Kapitalmarktrecht an zahlreichen Schnittstellen des deutschen Rechtsanzusiedeln ist. Wie akut die Schnittstellen etwa zwischen Zivil- undAufsichtsrecht werden, verdeutlichen – nicht nur – die Folgeabschnitte: vonExplorations-, Informations- und Beratungspflichten über Kundenweisungen undInteressenwahrungs- und -konfliktvermeidungspflichten bis hin zu denGrundsätzen ordnungsgemäßer Vermögensverwaltung, Vergütungen und Zuwendungen,Dokumentations-, Mitteilungs- und Rechnu…

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Themen: Bgh , Bonn
Rechtsgebiet: Zivilrecht

Erschienen 9. Februar 2012 auf http://dierezensenten.blogspot.com.

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