Rezension Öffentliches Recht: Bankbetriebslehre
Die Rezensenten | 20. August 2011 — Hartmann-Wendels / Pfingsten / Weber, Bankbetriebslehre, 5. Auflage, Springer 2011 Von Ref. iur. David Eckner, Düsseldorf/Vaduz …
Roberts,Rechtliche Behandlung von Derivaten, 1. Auflage, De Gruyter 2012 Vonref. iur. David Eckner, Düsseldorf/Vaduz Derivate gehören zweifelsohne zu einerder größten Herausforderungen für die rechtswissenschaftliche Praxis undWissenschaft des 21. Jahrhunderts. Als Ableitungen von Vermögenswerten bereitensie nicht nur schon in ihrer begrifflichen Erfassung durch den Gesetzgeber aufnationaler und internationale Ebene Schwierigkeiten – Stichwort: Typuslehre.Auch andere Disziplinen, wie etwa die Mathematik oder schlauer, das financial engineering, haben beim Baueneines Derivates ihre Schwierigkeiten – Stichwort: Kurspreisberechnungen. Daseine kann nicht ohne das andere. Der Rechtskreis, den man in der vergangenenDekade um das Mysterium „Derivat“ gebaut hat, ist stark abhängig von denErkenntnissen der Wirtschaftswissenschaft und -mathematik. Diese Gemengelagebringt bei der rechtlichen Behandlung komplizierte Problemstellungen auf dasTableau. Angesichts dieser Ausgangslage erscheint die rechtswissenschaftlicheLiteratur keineswegs wie eine Legion. Umso erfreulicher ist eine jüngsterschienene Publikation: „Rechtliche Behandlung von Derivaten – Ein Casebook“.Sie stammt aus der Feder eines Praktikers und Wissenschaftlers, derinsbesondere bei der vertraglichen Analyse von Derivaten schon zahlreich inErscheinung getreten ist: Dr. JulianRoberts, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Wolfsteiner Roberts &Partner sowie Professor an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorieund Religionswissenschaften der Universität München. Der Frage, welchen Wertdas Handbuch mit seinen knapp 300 Seiten auf die Rechtsfragen der derivativenFinanzinstrumente zeitigt, kann hier nur kursorisch nachzugehen sein. Eins istinsoweit vorab bereits zu konstatieren: das Handbuch führt einmal mehr vorAugen, welche Bedeutung die moderne Finanzdienstleistungsindustrie auf dieRechtswissenschaften ausübt. Die Darstellung ist insgesamt in elfKapitel zergliedert. Wie nicht anders zu erwarten, stellt der Autor zu Beginnseines Handbuches die Sinnfrage auf: was ist es und wozu das alles? Bei derBeschreibung um Funktion und Bewertung von Finanzderivaten kreist der Autor umdie hergebrachten Vorurteile gegenüber dem Konus der modernenFinanzinstrumente, bezieht dabei erfreulicherweise aber nicht nurrechtswissenschaftliche Erkenntnisse ein, sondern widmet sich zunehmend auchder wirtschaftsmathematischen Seite, so sie für die Darstellung zweckdienlichist. Fortgesetzt wird mit einer Anatomie des deutschen Derivaterechts sowieeiner Falldarstellung aus den Rechtsordnungen der USA sowie Großbritannien. EinEinschub, über dessen Platzierung sich streiten lässt, folgt sodann unter demTitel „Auskunftspflichten nach dem Modell ‚Beratungsverhältnis‘“.Schlaglichtartig illustriert der Autor die Anforderungen an Beratungs- undInformationspflichten beim Vertrieb von komplexen Finanzinstrumenten. Noch ingeistiger Verklammerung mit diesem Kapitel folgen nun …
» Vollständiger ArtikelErschienen 28. Januar 2012 auf http://dierezensenten.blogspot.com.
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