Reporter ohne Grenzen appelliert an Akbar Ganji, Hungerstreik abzubrechen
In einem bewegendenden Brief von Robert Ménard an Akbar Ganji, fordert er den iranischen Journalisten auf, seinen Hungerstreik abzubrechen. Der Druck auf die Familie wird immer größer. Bei einer Hausdurchsuchung am 8. August wurde seine Frau geschlagen und seine Tochter bedroht. Hintergrundinformationen: In der Fortsetzung dieses Artikel findet sich die Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen und der deutsche Wortlaut des Briefes. Bei amnesty international gibt es weiter Informationen zum Hungerstreik von Akbar Ganji. Das Weblog Release Ganji in englischer und arabischer Sprache habe ich über den Eintrag bei Title and Registration gefunden. Nach einer Durchsuchung der Wohnung der Familie Ganji und Drohungen gegen seine Frau und seine Tochter bittet Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, den Journalisten in einem Brief, seinen Hungerstreik abzubrechen. Dutzende von Zivilbeamten des Teheraner Staatsanwalts durchsuchten am 8. August um 9 Uhr morgens die Wohnung der Familie Ganji. Nach einer Stunde nahmen sie Dokumente, Fotoalben, Computerdisketten, Tagebücher und persönliche Belange seiner Tochter mit. Seiner Frau, Massoumeh Shaffie, wurden Handschellen angelegt und sie wurde geschlagen. Die Beamten drohten ihr mit Verhaftung wegen der Übermittlung von Information an ausländische Medien. Auch seine Tochter wurde bedroht. Brief an Akbar Ganji von Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen Paris, 8. August 2005 Lieber Freund, ich weiß, dieser Brief wird dich erreichen, auch wenn dein Bett im Krankenhaus unter ständiger Überwachung steht. Ich möchte zu dir als Freund sprechen. Wir brauchen dich, Akbar. Wir brauchen deinen Mut und deinen kämpferischen Geist, um weiterzumachen. Ich schreibe dir, um dich zu bitten, deinen Hungerstreik abzubrechen. Deine Frau, Massoumeh Shaffie, deine Anwältin Shirin Ebadi und ich wollen nicht zulassen, dich zu verlieren. Von heute an kann deine Gesundheit anhaltenden Schaden nehmen. Wir wollen nicht eine der nobelsten und machtvollsten Stimmen verlieren - den Journalisten Akbar Ganji. Ich weiß, du wirst einverstanden sein, deinen Freunden zuzuhören und du wirst den Mut haben, zu akzeptieren, dass sie Recht haben. Ich möchte dir versichern, dass wir an deiner Seite sind. Wir waren dort in der Vergangenheit und wir möchten dort auch zukünftig sein. Wir werden weiterhin die Öffentlichkeit informieren, Druck auf Politiker ausüben und die oft unbeweglich erscheinenden Institutionen aufrütteln, bis du frei bist, du und die vier weiteren im Iran inhaftierten Journalisten - Hossein Ghazian, Slamak Pourzand, Ejlal Eghvami und Roya Touloui. Du hast deine Arbeit getan. Du hast sichergestellt, dass deine Zeitgenossen über den desaströsen Zustand der Pressefreiheit im Iran informiert sind. Du hast es zuvor getan mit deinen Recherchen und deinen Artikeln. Du hast diejenigen in die Öffentlichkeit gerückt, die die Macht im Iran innehaben. Jetzt, seit dem 11. Juni, hast du……
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Erschienen 10. August 2005 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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