Rentenerhöhung und Pflegereform treten in Kraft

Berlin (Reuters) - Bei Renten, Pflege- und Krankenversicherungen gelten ab heute (Dienstag) zahlreiche Änderungen.

So erhalten die rund 20 Millionen Rentner zum 1. Juli mehr Geld. Aufgrund eines Eingriffs in die Rentenformel steigen ihre Bezüge um 1,1 Prozent. Für einen Rentner mit 1000 Euro macht dies elf Euro im Monat aus. Zudem müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber künftig mehr Geld für die Pflegeversicherung zahlen: der Beitragssatz steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 1,95 Prozent.

Damit sollen im Rahmen der Pflegereform verbesserte Leistungen für die rund 2,1 Millionen Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen finanziert werden. Die Länder können mit finanzieller Unterstützung des Bundes Pflegestützpunkte einrichten, die Rat und Hilfe bieten sollen. Angehörige erhalten Anspruch auf eine sechsmonatige unbezahlte Freistellung vom Job. Auch die Heim-Kontrollen werden verschärft.

Für viele gesetzlich Versicherte wird zudem die Krankenkasse teurer. Laut Bundesversicherungsamt heben mehr als 20 bundesweit agierende Kassen ihre Sätze an, um gestiegene Ausgaben etwa für Arzneimittel auszugleichen.

Als Konsequenz aus der Gesundheitsreform nimmt der neue Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) seine Arbeit auf. Auf ihn entfallen zahlreiche gesetzliche Aufgaben der Kassen auf Bundesebene wie etwa Verhandlungen mit Ärzten und Kliniken. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben ab sofort alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung zur Hautkrebsvorsorge auf Kassenkosten.



Quelle: Reuters (1. Juli 2008)

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Themen: Berlin , Krankenversicherungen , Renten

Erschienen 1. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.

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