Rentenerhöhung gleicht Preissteigerung nicht aus

Berlin (Reuters) - Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland verlieren trotz einer Rentenanhebung zum 1. Juli in diesem Jahr weiter an Kaufkraft.

Ihre Bezüge steigen bundesweit zur Jahresmitte um 0,99 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Damit bleibt die Rentenerhöhung nicht nur hinter der Lohnentwicklung, sondern auch hinter der Preissteigerungsrate zurück. Experten erwarten für dieses Jahr eine Teuerungsrate von etwa zwei Prozent oder mehr. Die Rentenerhöhung entpuppe sich "unter dem Strich als Minusrunde", kritisierte der Sozialverband VdK: "Der seit 2004 anhaltende Kaufkraftverlust der Rente setzt sich fort."

Beschlossen werden soll die Rentenerhöhung am 13. April im Kabinett. Die Löhne, an deren Entwicklung die Rente gekoppelt ist, waren im vergangenen Jahr nach Angaben des Ministeriums im Westen um 3,1 Prozent und im Osten um 2,55 Prozent gestiegen. Die Rentenanhebung bleibe darunter, weil demografische Faktoren und die private Alterssicherung der Arbeitnehmer die Rentenanpassung um 1,1 Prozentpunkte verringerten. Darüber hinaus würden in diesem Jahr erstmals die in den vergangenen Jahren unterbliebenen Kürzungen teilweise nachgeholt. Dadurch verringere sich die Rentenanhebung auf 0,99 Prozent.

Die Renten steigen bundesweit in gleicher Höhe. Rein rechnerisch hätte sich laut Ministerium im Osten eine geringere Anhebung um 0,71 Prozent ergeben. Eine Schutzklausel verbiete aber, dass die Renten im Osten geringer anstiegen als im Westen.



Quelle: Reuters (15. März 2011)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , Rentner , German Language - General , Government / Politics , Central/eastern Europe , Eurozone Countries , Economic Events / Macroeconomics , Labour / Personnel , Company Events , Company News

Erschienen 15. März 2011 bei http://www.reuters.com.

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