Regulierung eines Verkehrsunfalls: Früher war alles besser?!

Rechtsanwaltskanzlei NILS BREITHAUPT

Aus der Rubrik alltägliche Herausforderungen im Umgang mit der gegnerischen Haftpflichversicherung bei der Regulierung eines Verkehrsunfalls

Mein Mandant hat mich aufgesucht, weil es ihm primär darum ging, mögliche gegnerische Ansprüche abzuwehren. Zumindest insoweit dies überhaupt möglich ist. Die Schuldfrage war aus meiner Sicht eindeutig. Der Unfallgegner hat meinen Mandanten rechts auf dem Standstreifen überholt. Den neuerlichen Spurwechsel nahm er dann etwas voreilig vor, nämlich ohne den Überholvorgang vollständig abzuschließen. Folgerichtig berührte er dadurch mit dem Heck seines Fahrzeuges die Front des Fahrzeuges meines Mandanten.

Der Schaden am Fahrzeug meines Mandanten beläuft sich auf ca. 700,00 €. Trotz meines Anratens wollte er allein einen Betrag in Höhe von 100,00 € ersetzt haben. Diesen habe ich darauf hin bei der gegnerischen Versicherung geltend gemacht. Es kommt wie es kommen muss, die Versicherung möchte nun aber Fotos, Belege und sonstiges mehr um sich ein Bild von dem Unfall und dem entstandenen Schaden zu machen. Grundsätzlich verständlich, in einem Telefonat habe ich jedoch versucht zu erklären, dass der Arbeitsaufwand für meinen Mandanten in keinem Verhältnis zum geltend gemachten Schadenersatz steht. Ich habe dabei auch mehrmals darauf hingewiesen, dass tatsächlich ein deutlich höherer Schaden entstanden ist, es meinem Mandant…

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Erschienen 10. Juni 2010 auf http://www.rechtsanwalt-breithaupt.de.

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