Regierung drängt auf Lösung im Streit über Waldschlösschenbrücke

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat die Region Dresden aufgefordert, die von der Unesco gewährte Atempause im Streit über die Waldschlösschenbrücke zu nutzen und eine Lösung zu finden.

Die Regierung stehe zur Vermittlung bereit, wenn dies gewünscht werde, sagte ihr Sprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin. Alle Akteure seien gut beraten, die Chance zu nutzen und in den kommenden zwölf Monaten eine Lösung zu finden. Das Verkehrsministerium erneuerte sein Angebot höherer Bundeshilfen, falls Dresden sich zum Bau eines Elbtunnels statt der Brücke entscheiden sollte.

Die Unesco hatte dem Elbtal ein Jahr Aufschub gewährt, ehe der Gegend der begehrte Titel des Weltkulturerbes aberkannt wird. So lange bleibt das Elbtal auf der roten Liste der UN-Kulturorganisation. Der bereits angerichtete Schaden müsse rückgängig gemacht werden, forderte das Unesco-Welterbekomitee im kanadischen Quebec. Es begründete den Aufschub damit, dass Dresden wegen laufender Gerichtsverfahren mehr Zeit gewährt werden müsse. Der Verbleib auf der Liste unterstütze zudem die Gegner der Brücke in ihrem Kampf gegen das Bauprojekt.

Das Elbtal trägt seit 2004 das Gütesiegel des Unesco-Welterbes. Wegen der Baupläne wurde die Region 2007 auf die Rote Liste der Kulturorganisation gesetzt. Der Bau der Brücke hatte nach jahrelangem Rechtsstreit Ende 2007 begonnen.



Quelle: Reuters (4. Juli 2008)

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Themen: Berlin , Streit , Sprecher , Dresden , Regierung , Unesco , Steg

Erschienen 4. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.

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