DIHK-Präsident gegen staatliches Zwangskapital für Banken
Reuters | 21. Juli 2009 — Berlin (Reuters) - DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann lehnt zwangsweise Kapitalzuführungen des Staates an die Banken zur Lö…
Berlin (Reuters) - Wirtschaft und Regierung haben eine Kampagne für mehr familiengerechte Arbeitszeitflexibilität gestartet.
Das könne auch den wachsenden Fachkräftemangel in der Wirtschaft lindern, sagten DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann und Familienministerin Kristina Schröder am Freitag bei der Vorstellung der Initiative "Zur richtigen Zeit am richten Ort". "Was wir dringend brauchen sind mehr Teilzeitstellen, die mit einer Wochenarbeitszeit von 30 bis 35 Stunden funktionieren", forderte Schröder. Es gebe noch viel mehr Möglichkeiten für Flexibilität. Ebenso wie der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) betonte sie, dieser Weg biete für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber Vorteile.
Nach einer neuen Umfrage des DIHK in 28.000 Unternehmen machen insbesondere der Fachkräftemangel sowie die Energie- und Rohstoffpreise der deutschen Wirtschaft immer mehr Sorgen. Seit Jahresanfang stieg demnach der Anteil der Firmen, die den Fachkräftemangel als eines der größten Risiken für ihre Entwicklung sehen, um elf Prozentpunkte auf 27 Prozent. Der Fachkräftemangel rückte damit auf Rang Vier in der Sorgenskala der Unternehmen vor.
Gerade hier setzt nach den Worten Driftmanns die Initiative für mehr Arbeitszeitflexibilität an. "Wer Mitarbeiter an sein Unternehmen binden oder neue Fachkräfte gewinnen will, für den sind innovative Arbeitszeitmodelle unverzichtbar", erklärte er. 96 Prozent der Eltern wünschten sich mehr Raum für familienbewusste Arbeitszeitgestaltung. "Gerade hier steckt hohes Fachkräftepotenzial."
Schröder sagte, zwischen der Wunscharbeitszeit vieler Beschäftigter und ihrer tatsächlichen Arbeitszeit bestehe eine große Kluft. Viele Frauen würden gerne länger als in 20-Wochenstunden-Teilzeitjobs arbeiten. Viele Männer wollten zwar weniger als 40 Stunden, aber mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Daher bedürfe es mehr Flexibilität, auch bei Führungsstellen.
Erschienen 29. Oktober 2010 bei http://www.reuters.com.
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