Rechtswidrige Kürzungswelle bei fiktiver Abrechnung
Obwohl das sog. “Porsche-Urteil” des BGH bei den Versicherungen bekannt ist, kürzen momentan immer mehr Versicherer bei fiktiver Abrechnung anhand eines sog “Prüfberichtes” die Reparaturkosten um die Positionen “UPE-Aufschlag”, “Verbringungskosten” und “Lohnkosten”. Es handelt sich um die Axa und die Gothaer.
In einem Schreiben der Axa heißt es:
“Die Preise für Ersatzteile wurden in Anlehnung an die unverbindlichen Preisempfehlungen (UPE) des Herstellers kalkuliert. Die Lohnkosten wurden auf Basis der Preise regionaler Fachwerkstätten kalkuliert. Es wurde ein Stundensatz von 72.00 EUR zugrunde gelegt. Die Lohnkosten sind nicht im vollen Umfang schadenbedingt erforderlich und wurden um die angegebene Position reduziert: Verbringungskosten; 88.20 EUR Die Verbringungskosten sind nur mit Nachweis erstattungsfähig. (Lohnkosten) Lackierungskosten beinhalten Materialkosten. Die Lackierungskosten wurden auf Basis der Preise regionaler Fachwerkstätten kalkuliert. Es wurde ein Stundensatz von 107.90 EUR zugrunde gelegt.”
Diese Kürzung ist falsch und irreführend. Der BGH hat in dem Urteil in ZfS 2003, S.405, 407 gerade festgestellt, daß die von der DEKRA ermitteltenden, durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze aller Werkstätten der Region nicht repräsentativ sind, sondern die Stundenverrech…
» Vollständiger ArtikelThemen: Bgh , Abrechnung , Porsche , Gothaer , Axa Versicherung , Axa , Nachweis Von Verbringungskosten
Erschienen 23. Mai 2007 auf http://www.unfall-recht.info.
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