Rechtswidrige Geschäfte mit Botox zwischen Berliner Apotheker und Hamburger Ärztin
Die Geschäfte eines Berliner Apothekers und einer Hamburger Ärztin mit dem Medikament Botox (Botulinum-Toxin) waren rechtswidrig. Der Apotheker hatte nach eigenen Angaben Botox im Wert von 50.000 EUR persönlich an die Hamburger Ärztin geliefert. Von der AOK Rheinland / Hamburg verlangte er dafür die Zahlung von 50.000 EUR. Seine Klage ist jetzt jedoch vom Berliner Sozialgericht (Az.: S 81 KR 4207/04) abgewiesen worden.
Botox (Botulinum-Toxin) ist in Deutschland zur Behandlung seltener Erkrankungen zugelassen, beispielsweise bei schwerwiegenden Muskelkrämpfen (Spasmen). Außerdem wird Botox als Mittel zum Aufspritzen von Falten in der kosmetischen Chirurgie eingesetzt. Für diese Verwendung besteht keine Zulassung. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt daher nicht die Kosten. Nach einem Bericht des ZDF vom Oktober 2004 „täuschen immer mehr Patienten und Ärzte Krankheiten vor. Dann kann Botox als Medikament abgerechnet werden“ (Frontal21 vom 12. Oktober 2004). Das Berliner Sozialgericht musste im vorliegenden Fall nicht überprüfen, zu welchem Zweck Botox von der Hamburger Ärztin verwendet wurde. Die Zahlungsklage war bereits aus anderen Gründen abzuweisen.
Die Geschäfte verstießen gegen den Berliner Arzneiliefervertrag und damit auch gegen den Rechtsgedanken des Apothekengesetzes, stellte das Sozialgericht fest. Danach dürfen Apotheker ihre Arzneimittel nur direkt an die Patienten abgeben und nic…
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Erschienen 6. September 2006 auf http://info.folkertjanke.de.
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