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Rechtsreferendar/in verzweifelt gesucht

am 08.02.2006 von http://www.strafblog.de

Gerade habe ich einen Berg von Akten in mein Büro gelegt bekommen, der nach ziemlich viel Arbeit aussieht. Es geht um ein Verfahren wegen Betruges und Heiratsschwindels, das schon zwanzig Jahre alt ist. Ich vertrete ausnahmsweise nicht den Angeklagten, der jetzt nach jahrelanger Unauffindbarkeit festgenommen wurde, sondern eine der in den achtziger Jahren geschädigten Damen, die jetzt als Zeugin gehört werden soll und sich nicht mehr in allen Einzelheiten erinnert. Ich mache das aus reiner Gefälligkeit, weil die Dame sich über einen Kollegen hilfesuchend an mich wandte und mir ein bißchen leid tut. Ich muss jetzt versuchen, ihre damalige Anzeige und die polizeiliche Vernehmung aus dem Aktenwust herauszufischen und mich so nebenbei auch noch mit der Frage befassen, wieso noch keine Verjährung eingetreten ist. Oder doch?

Normalerweise setze ich einen Referendar oder eine Referendarin an so eine Akte und lasse die für mich suchen. Aber unsere beiden Referendare stehen mitten im 2. Staatsexamen und sind deshalb nicht greifbar. Und Ersatz haben wir noch nicht gefunden. Also, lieber Blogleser, solltest du Referendar/in sein und eine Nebentätigkeit in einer Strafrechtskanzlei am linken Niederrhein suchen, melde dich.

Rainer Pohlen

Kanzlei POHLEN + MEISTER

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