Rechtsprechung weiter im Einsatz gegen hohe Handyrechnungen
Das Landgericht Kleve (2 O 9/11) stellt aktuell fest, dass ein Mobilfunkbetreiber gewisse Pflichten gegenüber seinen Kunden hat. Dazu soll mit dem Landgericht gehören, dass Kunden bei exorbitant hohen Rechnungen Warnhinweise erhalten, um ggfs. ihre Nutzung anzupassen. Im konkreten Fall ging es um mehr als 6.000 Euro, die im Zuge von so genanntem “Roaming” entstanden sind. Da man einen solch zumutbaren Hinweis unterlassen hat, soll der Kunde nur nur die vereinbarten Flatrate-Kosten tragen, aber keine angefallenen Roaming-Kosten.
Hinweis: Die Entscheidung ist auf den ersten Blick überzeugend. Überzeugend hatte schon vorher das Landgericht Münster festgestellt, dass Mobilfunkbetreiber Aufklärungs- und Schutzpflichten haben, die zu beachten sind (hier besprochen). Auf den zweiten Blick verbleiben aber gewisse Zweifel hinsichtlich der Urteils-Logik: Wenn der Warnhinweis, ggfs. mit einer Kappungsgrenze, angebracht gewesen wäre und stattgefunden hätte, so wären ja dennoch die Kosten bis zu diesem Hinweis auch entstanden. Der Gedanke des Gerichts war wohl, dass der Verbraucher eine solche Grenze selber festlegen kann und die somit auch bei Null liegen könnte – die Praxis sieht aber im Regelfall gerade anders aus.
Interessant auch die Entscheidung des Landgerichts Arnsberg (3 S 155/10), das ordentlich aufgeschlüsselte Rechnungen verlangt und einen Anscheinsbeweis hinsichtlich Datenverbind…
» Vollständiger ArtikelThemen: Handy , Landgericht , Roaming , Rechnung , Kleve , Mobilfunkvertrag , Kappungsgrenze Mobilfunkgebühren
Erschienen 29. Juni 2011 auf http://www.ferner-alsdorf.de.
LG Kleve: Ohne Warnhinweis keine Roamingkosten
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Übermäßig hohe Mobilfunkgebühren, die durch Roaming entstanden sind, müssen u.U. nicht bezahlt werden
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Urlaubszeit - Roamingzeit: 10.000 EURO für 4 Stunden Internetnutzung
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Zahlungsverzug: Sperre von Mobilfunkanschlüssen erst ab 75 Euro!
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LG Kleve: Ohne vorherigen Warnhinweis kein Anspruch auf hohe Roaming-Gebühren
Dr. Graf | 8. Juli 2011 — Rechtsnorm: § 242 BGB Mit Urteil vom 15.06.2011 (Az. 2 O 9/11) hat das Landgericht Kleve entschieden, dass ein Handynutzer …
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kLAWtext | 29. Juni 2011 — Wieder - und passend zur bevorstehenden Urlaubszeit - stellt sich ein Gericht auf die Seite von Mobilfunkkunden, die von hohen Rec…
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AG Meldorf: Entgeltanspruch bei Anschlusssperrung - Hat ein Telekommunikationsanbieter den Anschluss eines Kunden gesperrt kann er…
MEDIEN INTERNET und RECHT | 5. März 2007 — 1. Hat ein Telekommunikationsanbieter den Anschluss eines Kunden gesperrt (hier: wegen Zahlungsrückständen) kann er die Zahlung vo…
LG Kleve: Mobilfunkanbieter hat keinen Anspruch auf Roamingkosten von 6.000 EURO ohne deutlichen Warnhinweis
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 11. Juli 2011 — LG KLeve Urteil vom 15.06.2011 2 O 9/11 Roaming Das LG Kleve hat völlig zu Recht entschieden, dass ein Mobilfunkanbieter keinen An…
Reiseabbruchversicherung: Hinweis auf Reiseabbruchversicherung
Blickpunkt Recht & Steuern | 16. November 2006 — Ein Reisebüro ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht verpflichtet, seinen Kunden auf die Möglichkeit hinzuweisen, e…

