Rechtsabteilungen internationaler Topfirmen oder bei einer Großkanzlei
am 22.07.2008 von http://log.handakte.de/
Als Anna Haetge* auch im zweiten Staatsexamen nur mit fünf Punkten abgeschlossen hatte, wurde der heute 30-Jährigen langsam mulmig zumute. »Schließlich habe ich nicht jahrelang studiert, um anschließend arbeitslos zu werden oder als unterforderte Sachbearbeiterin zu enden«, sagt sie.
Fünf Punkte – das waren vier zu wenig für einen Abschluss mit Prädikat: »voll befriedigend«, kurz »vb.«, ein Kürzel, das jeder Jurastudent schon am Anfang seines Studiums kennt. Wer die Auszeichnung in beiden Staatsexamina erreicht (oder sogar ein »gut« oder »sehr gut« erzielt), hat es erst mal geschafft. Prädikatsjuristen können in den Staatsdienst gehen, in den Rechtsabteilungen internationaler Topfirmen oder bei einer Großkanzlei anfangen. Sie haben alle Chancen.
Der große Rest, rund 85 Prozent der Absolventen, fällt zunächst in ein Loch und plagt sich mit Zukunftsängsten. In kaum einem …
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