Rechtlich relevanter Prospektmangel

Der BGH hat erneut bekräftigt, dass ein Verkaufsprospekt das Anlageobjekt “richtig und vollständig” darstellen muss. Sind die Informationen unzureichend, kann der Anleger Rückzahlung seiner Aufwendung gegen Rückgabe seiner Beteiligung verlangen, heißt es in einem jüngst veröffentlichten Urteil.

In dem entschiedenen Fall sprachen die Karlsruher Richter einem Fliesenlegermeister, der sein Geld in einen Immobilienfonds gesteckt hatte, einen Anspruch von 210.000 Euro nebst Zinsen gegen den Fonds-Geschäftsführer zu. Der Verkaufsprospekt war aus Sicht der Richter gleich in mehrfacher Hinsicht zu beanstanden. Denn um zu erfahren, in welcher Höhe das angelegte Geld nicht in Anschaffung und Herstellung fließen, sondern weitere Kosten abdecken sollte, musste der Anleger zum Taschenrechner greifen. Die …

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Themen: Rechtsprechung , Zinsen , Immobilienfonds , Beteiligung

Erschienen 22. Juni 2006 auf http://log.handakte.de/.

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