Ramsauer weist Kritik an Flugverbot wegen Asche-Wolke zurück

Berlin (Reuters) - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat Kritik an dem Flugverbot wegen der Asche-Wolke zurückgewiesen.

Sicherheit habe für ihn das oberste Gebot, sagte Ramsauer am Sonntagabend im "ARD Brennpunkt" und im "heute-journal". Das internationale Regelwerk sei mit der Sperrung von weiten Teilen des europäischen Luftraums strikt befolgt worden. Die Lufthansa warf den Behörden am Sonntag ein skandalöses Vorgehen vor. Die Sperrung sei ausschließlich wegen theoretischer Annahmen auf Basis von Computerberechnungen erfolgt und nicht aufgrund von Messungen. Bei der Verlegung von elf Flugzeugen habe es keine sonderbaren Ablagerungen in den Triebwerken und auch keine sichtbaren Schäden gegeben.

Es flössen immense Daten in eine solche Entscheidung mit ein, entgegnete Ramsauer im "heute-journal". "Es ist nicht nur irgendein billiges Computerspiel, was hier gemacht wird, sondern viel viel mehr." Auch der Deutsche Wetterdienst stelle Daten für diese Empfehlungen zur Verfügung. Ramsauer bedauerte den Umsatzverlust, der den Fluggesellschaften entstünde. Er könne sich aber nicht unter Druck setzen lassen und Risiken eingehen.

Die Asche-Wolke hat den europäischen Luftverkehr inzwischen den vierten Tag in Folge in einen Ausnahmezustand versetzt. Am Nachmittag waren von mehreren deutschen Flughäfen für einige Stunden wieder Flüge in Richtung Osten möglich. Am Abend schlossen sie jedoch wieder.



Quelle: Reuters (19. April 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Lufthansa , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , German Money , German Equities , Airlines , Fluggesellschaften , Peter Ramsauer , Wolke , Air Transport

Erschienen 19. April 2010 bei http://www.reuters.com.

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