Punkteamnestie - Echtes Augenmaß, Wahlkampfgetöse oder bloß unausgegoren?
Verkehrsspezialisten (oder solche die sich dafür halten) fordern im Rahmen der beabsichtigten Reform der über das Punktesystem eine für Bagatelltäter. Derzeit sind im Verkehrszentralregister beim KBA
8,9 Millionen Bürger eingetragen. Nach Vorstellungen vieler sollen Betroffene mit ein oder zwei Punkten im Rahmen der Reform von ihren Punkten erlöst werden.
Aus einem Bericht der Süddeutschen:
"...Wenn die Reform kommt, sollten wir kleine Sünder mit ein bis zwei Punkten amnestieren", sagte der CDU-Verkehrsexperte Dirk
Fischer der Bild-Zeitung. Der CDU-Abgeordnete Gero Storjohann schlug außerdem vor, zu einem bestimmten Stichtag Bagatellpunkte
wegfallen zu lassen. Der FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich forderte zudem mehr Härte gegen Verkehrssünder bei schweren
Verkehrsdelikten: "Es gibt einen harten Kern von unbelehrbaren Verkehrsstraftätern. Denen muss konsequenter der Führerschein entzogen
werden, weil sie eine Gefahr für andere sind."Verkehrsminister Wolfgang sprach sich ebenfalls für eine Vereinfachung des Systems aus: "Alle Verkehrsteilnehmer sollen besser
und einfacher ihre einsehen können", sagte der
SPD-Politiker. "Was wir nicht wollen, ist ein Verkehrssünderrabatt: Im Sinne der Verkehrssicherheit gibt es keine Abstriche bei den
Tilgungsfristen...."
Vorsicht: Werbung in eigener Sache!
Zum VZR: Krumm/Kuhnert/Schmidt, Straßenverkehrssachen, 5. Kapitel
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