Prozess um 54 Dateien in den USA

In einem in den USA kritisch beobachteten Prozess um mögliche Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing von MP3-Dateien hat der Verband der US-Musikindustrie (RIAA) nun schon das Erstellen von MP3s als fragwürdig bezeichnet. Die RIAA versucht damit der Nachweispflicht für eine tatsächliche Verbreitung durch den Beklagten auszuweichen.

In dem Prozess, der als “Atlantic vs. Howell” bekannt ist, klagt das US-Label Atlantic gegen ein Paar aus Arizona, das Musikunternehmen wird dabei von der Musikindustrie-Lobby “Recording Industry Association of America” (RIAA) unterstützt. Den Howells wird vorgeworfen, ganze 54 Musikstücke, darunter Material von Atlantic, über das P2P-Netzwerk Kazaa verteilt zu haben. Den Beweis dafür blieb die RIAA bisher jedoch in einem Verfahren mit vielen gegensätzlichen Anträgen der Kläger schuldig. Der US-Anwalt Ray Beckerman dokumentiert den Prozess auf der Webseite Recording Industry vs. The People. (…)

Quelle: Golem vom 12.12.2007

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Themen: Rechtsprechung , Golem , Recording Industry Association OF America , Kazaa

Erschienen 13. Dezember 2007 auf http://log.handakte.de/.

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