Hochstapler müssen zahlen
Handakte WebLAWg | 12. Mai 2006 — Manager, die sich selbst im Verkaufsprospekt schön reden, obwohl sie über keinerlei Berufserfahrung verfügen, machen sich neben…
Das OLG Frankfurt hat laut HANDELSBLATT einen Manager, der die Zahlen seines Unternehmens in einem Prospekt "schöngeredet" hat, obwohl er über keine Berufserfahrung verfügte, neben dem Unternehmen auch persönlich zum Schadensersatz verurteilt, nachdem ein Anleger aufgrund frisierter Zahlen in einem Prospekt Kapital investiert und verloren hatte. Der verantwortliche 22-jährige Vorstand hatte nur das Wirtschafts-Abitur gemacht und arbeitete danach ohne abgeschlossene Berufsausbildung bei seinem Vater in der Anwaltskanzlei (Az.: 5 U 182/03). Anmerkung: Dass Manager und Vorstandsmitglieder darüber hinaus auch deliktisch auf Schadensersatz haften, wenn ihnen nachgewiesen werden kann, dass sie Zahlen absichtlich gefälscht haben, um Anleger zu täuschen und der Gefahr eines Vermögensverlustes auszusetzen, versteht sich von selbst. Anspruchsgrundlage ist dann für den Geschädigten § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB. Hinzu kommt das Risiko einer strafrechtlichen Verurteilung. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
Erschienen 13. Mai 2006 auf http://www.strafblog.de.
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