Profi-Fußballer als "Human Capital"?

Ablösezahlungen, die von Vereinen der Fußball-Bundesliga im Zusammenhang mit dem Wechsel von Lizenzspielern an die abgebenden Vereine gezahlt werden, sind als Anschaffungskosten auf das immaterielle Wirtschaftsgut der exklusiven Nutzungsmöglichkeit "an dem Spieler" zu aktivieren und auf die Vertragslaufzeit abzuschreiben (Bestätigung und Fortentwicklung des Senatsurteils vom 26. August 1992 I R 24/91, BFHE 169, 163, BStBl II 1992, 977). ... hat der Bundesfinanzhof mit gestern veröffentlichtem Urteil feststellen müssen. Interessant ist ja mehr die Argumentation des Klägers Nach Auffassung des Klägers ergibt sich aus den rechtlichen und praktischen Auswirkungen des sog. Bosman-Urteils (...) dass die Aktivierung von Anschaffungskosten für Spielerlaubnisse nicht gerechtfertigt sei. Dem entsprechend wiesen die (...) Steuerbilanzen (...) in den Aktiva keine "Spielerwerte" mehr aus. Diese war scheinbar sehr ausgefeilt und machte auch - wer hätte es gedacht - nicht vor der Menschenwürde halt (...) die Transferentschädigung (tritt) wirtschaftlich an die Stelle einer Gegenleistung für die Übertragung eines nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen nicht bestehenden "Rechts am Spieler" (...) Darin liegt entgegen der Auffassung des Klägers (...) keine gegen die durch Art. 1 des Grundgesetzes geschützte Menschenwürde verstoßende Bilanzierung von "Humankapital". Sofern die Praxis des "Spielerhandels" im Profisport selbst nicht als rechts- oder sittenwidrig angesehen wird --und das tut offenbar auch der daran mitwirkende Kläger nicht--, kann ein…

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Themen: Rechtsprechung , Praxis , Wechsel

Erschienen 2. Februar 2012 auf http://www.jurabilis.de.

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