Debatte zu Product Placement
Handakte WebLAWg | 22. Juni 2006 — Was folgt, wenn sich EU-Kommissarin Viviane Reding mit ihrer neuen Fernsehrichtlinie durchsetzten sollte, wenn also das so ge…
Product Placement – das ist die geschickte Platzierung bestimmter Waren, beispielsweise in Kinofilmen. Sportwagen, Armbanduhren und andere Konsumgüter werden auf diese Weise seit Jahrzehnten werbewirksam in Szene gesetzt. Die Werbebranche erhofft sich durch diese Verknüpfung von Handlung und Produkt positive Effekte. Im deutschen Fernsehen war diese Art der Produktwerbung bislang verboten.
Hintergrund war das im Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebene Verbot der Schleichwerbung. Doch ab dem 1. April 2010 wird Product Placement in bestimmten TV-Formaten durch eine Änderung des Vertrags legalisiert. Die Auswirkungen dieser Legalisierung hat der Göttinger Jurist Jannis Müller-Rüster in seiner Dissertation “Product Placement im Fernsehen” untersucht.
Mit dem geänderten Rundfunkstaatsvertrag setzen die für die Rundfunkgesetzgebung zuständigen Bundesländer eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2007 um, mit der die EU bestimmte Mindestvoraussetzungen für den Einsatz von Product Placement vorgibt, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Durch diese Legalisierung fällt ein elementarer Teil des bisherigen Rundfunkrechts weg – die strikte Trennung von Werbung und Programm. Diese Änderung beurteilt Müller-Rüster kritisch: “Die Zulassung von Product Placement steht mit dem Ziel der Meinungsvielfalt und der freien Meinungsbildung in Konflikt. Sie fördert die Ausweitung von Kooperationen zwischen Werbewirtschaft und Programmverantwortlichen und begünstigt dadurch eine direkte Beeinflussung der Programminhalte”, so der Rechtswissenschaftler. “Es besteht die Gefahr, dass die Produktplatzierung v…
» Vollständiger ArtikelErschienen 30. März 2010 auf http://log.handakte.de/.
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Handakte WebLAWg | 28. Dezember 2009 — Die Landesmedienanstalten planen für Januar eine Anhörung zum Product Placement im Rundfunk. Die Medienanstalten hätten hierzu …