Problemzonen der privaten Unfallversicherung – Teil II: Der Fristendschungel
Schadenfixblog | 30. Juli 2011 — Der (Verkehrs-) Unfall bedeutet i.d.R nicht nur Ärger mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung und ggf. auch den Strafver…
Der (Verkehrs-) Unfall bedeutet i.d.R nicht nur Ärger mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung und ggf. auch den Strafverfolgungsbehörden. Er ist auch der Versicherungsfall in der privaten Unfallversicherung und damit der “erste Schritt” auf dem – langen – Weg zur Invaliditätsleistung. Auf diesem Weg gilt es die vertraglich vereinbarten Anspruchsvoraussetungen zu beachten, was häufig nicht unproblematisch ist.
Eine zentrale Problemzone bei der Geltendmachung der Hauptleistungsart in der privaten Unfallversicherung, der Invaliditätsansprüche, ist die rechtzeitige und v.a. ausreichende ärztliche Feststellung derselben. Die den Geschädigten behandelnden Ärzte verkennen oftmals die Brisanz der ihnen “abverlangten” Festellungen. Aus ihrer Sicht handelt es sich um lästigen Papierkram, der sie von ihrer eigentlichen Arbeit abhält. Darüber hinaus sind Ärzte regelmäßig zwar mit sozialversicherungsrechtlichen, nicht jedoch mit privatversicherungsrechtlichen Aspekten vertraut. Dennoch muss ein Arzt die Festellung treffen.
Welche Anforderungen werden nun aber inhaltlich gestellt?
Die ärztliche Feststellung muss beinhalten, dass innerhalb eines Jahres nach dem Unfalltag ein Gesundheitsschaden beim Patienten aufgetreten ist, der voraussichtlich dauernd, das heißt mindestens drei Jahre (ab Unfalltag), verbleiben wird. Der Arzt muss also sämtliche Funktionsbeeinträchtigungen darstellen (Diagnose), ihre voraussichtliche Dauerhaftigkeit bestätigen (Prognose) und überdies einen Bezug zum Unfallgeschehen herstellen (Kausalität).
Es kommt weder darau…
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