Pressemitteilung: Blumenproduktion verletzt Kinderrechte
am 13.02.2007 von http://menschenrechte.blogg.de/
Der Valentinstag ist ein Freudentag für Liebende und den Blumenhandel. Doch dass bei der Produktion von Blumen häufig Kinderrechte verletzt werden, ist kaum bekannt. In ihrer neuesten Studie zeigt die Menschenrechtsorganisation FIAN das erschreckende Ausmaß der Kinderausbeutung auf lateinamerikanischen Blumenplantagen auf. Kinder sind auch die Leidtragenden, wenn ihre Mütter keine Existenz sichernden Löhne erhalten und unbegrenzt Überstunden arbeiten müssen. FIAN fordert daher die Durchsetzung internationaler Kinderschutzbestimmungen in den Blumen produzierenden Ländern des Südens.
In der Studie werden Verletzungen von Kinderrechten auf Blumenplantagen in Ecuador, Kolumbien und Tansania untersucht. Grundlagen der Analyse sind Studien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, die damit zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. In Ecuador und Kolumbien arbeiten Kinder bis zu 10 Stunden täglich auf den Farmen, manche sogar als Pestizidsprüher, erläutert Gertrud Falk, Referentin der Blumenkampagne bei FIAN. Das Positivbeispiel der Studie ist Tansania, wo eine politische geschickte Verknüpfung von Kampagnen gegen Kinderarbeit und Zertifizierung von Blumenfarmen verhindert hat, dass Kinder dort arbeiten.
In allen Blumen produzierenden Ländern um den Äquator werden Kinderrechte durch die schlechten Arbeitsbedingungen ihrer Mütter verletzt. Regelmäßige Überstunden und niedrige Löhne erlauben es vielen Müttern nicht, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern oder Kinderbetreuung zu bezahlen. Daher bleiben Kinder oft sich selbst …
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