Presse- und Informationsamt der Bundesregierung zum Jahressteuergesetz 2008
am 09.08.2007 von http://www.steuerrechtblog.de
Jahressteuergesetz 2008: Weniger Aufwand bei der Lohnsteuer
Satt der Steuerklassen III und V können berufstätige Eheleute künftig eine gerechtere Aufteilung der Lohnsteuerbelastung wählen. Außerdem fällt ab 2011 die Papier-Lohnsteuerkarte weg.
Das sind die zwei wichtigsten Änderungen bei der Lohnsteuer, die das Bundeskabinett mit dem Jahressteuergesetz 2008 beschlossen hat.
Der Gesetzesentwurf setzt darüber hinaus eine Vielzahl steuerfachlicher Einzelregelungen um. Ein Schwerpunkt liegt darauf, die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen mit einfacheren und modernen Steuervorschriften weiter von Bürokratie zu entlasten.
Neues Anteilsverfahren statt Steuerklasse III / V
Bisher hemmt die Steuerklasse V wegen der mit ihr verbundenen hohen steuerlichen Belastung häufig eine Beschäftigungsaufnahme des Ehepartners. Mit dem neuen Verfahren erhalten Ehepaare ab 2009 die Möglichkeit, die Lohnsteuer anteilmäßig zu verteilen.
Wer zum Beispiel 20 Prozent des gemeinsamen Einkommens verdient, führt dann auch 20 Prozent der gemeinsamen Lohnsteuer ab. Dem Geringerverdienenden verbleibt so netto mehr vom Lohn.
Bisher erhalten berufstätige Eheleute entweder beide die Steuerklasse IV oder auf Antrag die Steuerklassen III (für die oder den Höherverdienenden) und V (für Geringerverdienende).
Bei der Steuerklasse III entspricht die Lohnsteuer der zu erwartenden Jahressteuer eines Alleinverdiener-Ehepaares. Hier sind bereits alle auf die Ehe bezogenen Entlastungen (doppelter Grundfreibetrag, doppelte Vorsorgepauschale) berücksichtigt.
Für den Ehegatten mit der Steuerklasse V ergibt sich eine relativ hohe Lohnsteuerbelastung. Er oder sie kann keine weiteren Entlastungen mehr geltend machen.
Die Ehegatten können sich freiwillig für das Anteilsverfahren entscheiden.
Ab 2011 keine Lohnsteuerkarte mehr
Das elektronische Lohnsteuerverfahren “ElsterLohn II” ersetzt künftig die Lohnsteuerkarte aus Papier.
Die Beschäftigten brauchen sich künftig nicht mehr um Ausstellung und Weitergabe der Lohnsteuerkarte zu kümmern. Sie teilen dem Arbeitgeber nur einmalig die neue Steuer-Identifikationsnummer und das Geburtsdatum mit. Damit kann dieser die für die Lohnsteuer erforderlichen Daten beim Bundeszentralamt …
Kabinett hat das Jahressteuergesetzes 2008 beschlossen
STEUERRECHT / Das Kabinett hat in seiner Sitzung am 8. August 2007 den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2008 beschlossen. Hierzu erklärt das Bundesministerium der Finanzen (BMF): Mit dem Gesetzentwurf werden zahlreiche steuerrechtliche Vorschriften in unterschi…
Jahressteuergesetz 2008
Blickpunkt Recht & Steuern / Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2008 beschlossen. Auch wenn hieran im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens sicherlich noch einige Änderungen vorgenommen werden, so sind doch drei Punkte bereits jetzt erwähnenswer…
Karton ade
Blickpunkt Recht & Steuern / Die Karton-Lohnsteuerkarte soll im Jahr 2010 zum letzten Mal ausgestellt werden. Im Jahr 2011 sollen dann elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (”ElsterLohn II”) eingeführt werden, so jedenfalls die Planungen der Bundesregierung in…
Jahressschnüffelgesetz 2008
RA J. Melchior, Wismar / Das Steuerrecht-Blog berichtet, dass das Kabinett hat in seiner Sitzung am 8. August 2007 den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2008 beschlossen hat und veröffentlicht eine Erklärung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) hierzu, die a…
Teil3: Jahressteuergesetz 2008
Rechtblog / Lohnsteuerkarte: Die bisherige Lohnsteuerkarte wird ab 2011 durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Damit geht einher, dass beim Bundeszentralamt für Steuern eine neue Datei aufgebaut wird, in der die für die Lohnsteuer relevanten Daten…
Sie kommt: “Von der Wiege bis zur Bahre”
STEUERRECHT / Die Bürger in Rheinland-Pfalz erhalten ab August die lebenslange Steuer-Identifikationsnummer. Die teil die OFD Koblenz in einer aktuellen Pressemitteilung mit: Bereits seit 1. Juli 2007 haben die Einwohnermeldebehörden damit begonnen, die für d…
» Bundesministerium der Finanzen: Steuern
  Warum ist die Einführung der IdNr. aus Sicht der Finanzbehörden notwendig?Worin liegt der Beitrag zur Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens und zum Abbau der Bürokrat…
