Prepaidkarte darf nicht ins Minus rutschen

Wo Prepaid draufsteht, muss auch Prepaid drin sein. Das ist die Kernaussage eines aktuellen Urteils des Landgerichts Berlin. Ein Telefonanbieter scheiterte mit seiner Klage gegen einen Kunden. Dessen Prepaid-Karte war binnen zweier Tage über 14.000 Euro ins “Minus” gerutscht. Diesen Betrag verlangte die Telefonfirma vor Gericht.

Die Kosten entstanden für GPRS-Verbindungen. Der Kunde sagte, er sei nicht ins Internet gegangen. Darauf kam es gar nicht an, denn das Landgericht Berlin nimmt den Prepaid-Anbieter beim Wort. Der verspricht in seinen Bedingungen nämlich “erhöhte Kostenkontrolle”. Der Kunde hatte den Tarif “Webshop-Aufladung 10” gewählt, bei dem verbrauchtes Guthaben jeweils einmalig um 10 Euro aufgestockt wird.

Das Gericht legt den Vertrag aus und kommt zum Ergebnis, dass Anbieter und Kunde sich auf Vorauszahlung geeinigt haben. Der Kunde könne grundsätzlich nur sein Guthaben abtelefon…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Vertrag , Landgericht Berlin , Telefonanbieter , Prepaid Minus Guthaben Urteil

Erschienen 21. Juli 2011 auf http://www.lawblog.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren
Auch zu Prepaid Minus Guthaben Urteil:

LG Berlin: Kein Anspruch auf Zahlung von 14.706,19 EURO für GRPS-Verbindung bei Verwendung einer 10-EURO Prepaid-Karte

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 23. Juli 2011 — LG Berlin Urteil vom 18.07.2011 38 O 350/10 Das LG Berlin hat völlig zu Recht entschieden, dass ein Mobilfunkbetreiber gegen seine…

Handyrechnung in Höhe von 14.727,65 Euro muss nicht bezahlt werden

Tönsbergrecht | 12. Dezember 2011 — Aufatmen für Prepaid-Nutzer. Das LG Berlin hat einem Kunden recht gegeben, der einen Prepaid-Vertrag mit einem 10-Euro-Tarif abges…

14.717,65 € per Prepaid-Karte

Rechtslupe | 22. Juli 2011 — Vor dem Landgericht Berlin hatte ein Mobilfunkprovider einen seiner Kunden verklagt. Der Kunde hatte einen Prepaid-Tarif gewähl…

LG Berlin vom 18.7.2011: Mobiltelefonrechnung um 14.717,65 EUR überhöht (38 O 350/10) PM

Rechtsanwalt Kai Jüdemann | 25. Juli 2011 — Die Klage eines Mobilfunkanbieters gegen einen Kunden wegen dessen Telefonnutzung vor dem Landgericht war lediglich in Höhe von…

LG Berlin: Mobilfunkrechnung iHv 14.727,65 Euro muss nicht bezahlt werden, wenn Kunde einen Prepaid-Vertrag mit einem 10-Euro-Tari…

Dr. Graf | 25. August 2011 — Rechtsnormen: §§ 818 Abs. 2, 812 Abs. 1, 611 Abs. 1 BGB Mit Urteil vom 18.07.2011 (Az. 38 O 350/10) hat das Landgericht Berli…

Handygebühren von fast 15.000 EUR trotz Prepaid-Vertrag?

Internet-Law | 22. Juli 2011 — Das Landgericht Berlin hatte über eine Forderungsklage eines Mobilfunkanbieters in Höhe von EUR 14.727,65 EUR zu entscheiden (U…

Unverfallbarkeit Von Guthaben: Unverfallbare Prepaid-Guthaben

Blickpunkt Recht & Steuern | 23. Juni 2006 — Die bei einem Mobilfunkanbieter erworbenen Prepaid-Guthaben dürfen nach einem jetzt vom Oberlandesgericht München gefällten Urt…

Mobilfunkanbieter muss bei Prepaid-Verträgen Kostenkontrolle auch ermöglichen

Anja Neubauer | 26. September 2011 — Wie die Kanzlei Hollweck (inkl. Urteil als pdf-Download) berichtet, wurde die Rechnung eines Mobilfunkanbieters gegenüber ein…

Mobiltelefonguthaben Gelöscht: Prepaid-Guthaben dürfen nicht verfallen

LawBlog | 22. Juni 2006 — Prepaid-Guthaben dürfen nicht verfallen. Das Oberlandesgericht München bestätigte heute ein entsprechendes Urteil des Landgeric…

Preapaidvertrag Ablauf: Prepaid-Guthaben unverfallbar?

Blickpunkt Recht & Steuern | 7. Februar 2006 — Ein interessantes Urteil für Handybenutzer mit Prepaid-Tarifen hat jetzt das Landgericht München I verkündet. Auf die Klage ein…