Praktika - ein erster Bericht

Im Rahmen meiner Studienorganisation habe ich das von vielen Studienordnungen vorgeschriebene Pflichtpraktikum bisher nach hinten geschoben. Zwar sind die Voraussetzungen jedenfalls in Berlin nicht besonders hoch. Abgesehen von Regelungen zur Dauer (3 Monate während der vorlesungsfreien Zeit), Anwesenheitszeiten etc ist nicht viel geregelt. Man soll "entsprechend seinem Ausbildungsstand praktisch mitarbeiten" und insbesondere "mit dem Geschäftsablauf, den Wesentlichen Arbeitsmitteln, den wesentlichen Entscheidungs- und Handlungsformen sowie den Verfahrensabläufen" vertraut gemacht werden. Dennoch fand ich es sinnvoller, das Praktikum erst dann zu absolvieren, wenn ich einen für mich ausreichenden Ausbildungsstand erreicht habe*) und mehr tun kann als Akten lesen und Kaffee kochen. Zwar bin ich (mit Jung von Matt) "immer mit mir selber unzufrieden", jedoch habe ich nach dem Schwerpunktstudium immerhin schon einen groben Einblick, den ich jetzt mit Praxis ausfüllen kann. Daher gibt es jetzt einen kleine Erfahrungsbericht: Ich habe in diesen Semesterferien zwei Praktika eingeplant, das erste bei SchneiderGeiwitz&Partner, einer mittelständischen Kanzlei in Neu-Ulm, die sich auf Insolvenzverwaltung konzentriert, das zweite bei CMS Hasche Sigle, einer der "großen" Wirtschaftskanzleien hier in Berlin. Die Praktika erreichen mit je vier Wochen die Mindestdauer gerade so. Das lag nicht unbedingt an mir, sondern an den Kanzleien, die ich mir ausgesucht habe. Zwar stimmten die jeweiligen Verantwortlichen mit mir überein, dass vier Wochen eigentlich zu wenig sind, um einen richtigen Einblick zu gewinnen. Jedoch wollte ich mein Praktikum meinem Schwerpunkt entsprechend in einer großen Wirtschaftskanzlei machen. Dort sind die Plätze recht begehrt, sodass zu einem mitunter sehr langen Vorlauf (mindestens ein halbes Jahr Vorlauf bei CMS) eine Beschränkung der Zeit kommt, um möglichst vielen Studenten die Chance auf einen Platz (und damit auch die Vorstellung als potentieller Arbeitgeber) zu bieten. Die Bewerbung Zur Bewerbung kann ich nicht viel schreiben. Es empfiehlt sich, vorher per E-Mail bei den verschiedenene Kanzleien anzufragen, wie es denn mit Praktikumsplätzen aussieht. Dabei sollte man den möglichen Zeitraum mit angeben. Dann erstellt man die üblichen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien) und schickt sie (nach Wunsch) per E-Mail oder Post an den Verantwortlichen. Bei CMS hatte ich recht bald ein Vorstellungsgespräch, das freundlich und in entspannter Atmosphäre verlief. Kurz darauf bekam ich meine Zusage, der Termin für das Praktikum war jedoch ein Dreivierteljahr später. Bei SchneiderGeiwitz hat man von einem Vorstellungsgespräch gleich abgesehen, offenbar war mein Anschreiben und Lebenslauf überzeugend genug. ;) Das fand ich schade, denn durch das Vorstellungsgespräch lernt man wenigstens ein paar Leute und die Örtlichkeiten schon vorher kennen und fühlt sich dann am ersten Tag nich…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Studium , Internet , Berlin , Praxis , Cms , Das Erste , Praktikum , Semesterferien , Praktika
Rechtsgebiet: Insolvenzrecht

Erschienen 3. September 2010 auf http://fak-ju.blogspot.com.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Link: Praktikumsbericht

ViaJura | 7. September 2010 — Nur der kurze Hinweis auf Pascals Praktikumsbericht (Erster Teil), er hat bei CMS Hasche Sigle und bei SchneiderGeiwitz sein…

Praktika während des Jurastudiums – mal ganz konventionell …

minirep - Jura verstehen lernen | 6. Juni 2011 — Spätestens nach dem zweiten Semester muss sich jeder Jurastudent von der Vorstellung verabschieden, jemals wieder so etwas wie …

Erfahrungsbericht CMS Hasche: Praktika - ein zweiter Bericht

FakJu! | 6. November 2010 — So, nachdem Teil eins des Praktikumsberichts schon ein bisschen älter ist und auch das zweite Praktikum mittlerweile vorbei, …

Referendariat Verwaltungsstation: Zwischenbilanz: Verwaltungsstation

Rechtseinblicke | 7. Oktober 2008 — Bald ist die Hälfte der Verwaltungsstation schon vorüber. Meine praktische Ausbildung ist eigentlich ganz okay. Die Arbeitsbela…

Erste Eindrücke von der Station bei der Staatsanwaltschaft

Rechtseinblicke | 15. Juni 2008 — Der ersten zwei Wochen bei der Staatsanwaltschaft sind rum. Daher möchte an dieser Stelle mal über meine ersten Eindrücke schre…

Vorstellungsgespräch Staatsanwaltschaft: Der Alltag in der Staatsanwaltschaft

Jolandas Referendariat | 29. September 2006 — Der Alltag bei der Staatsanwaltschaft und demnach in der Strafstation ist, aus meinem Gefühl heraus, ungleich stressiger und hekti…

Ende der Zivilstation

Jolandas Referendariat | 3. September 2006 — Die Zivilstation ist in diesen Tagen zu Ende gegangen. Was ich inzwischen gemacht und erlebt habe und wie es mir ergangen ist, erf…

Verwaltungsstation: Gut gemeinter Ratschlag zur Verwaltungsstation

Rechtseinblicke | 25. September 2008 — Seit Anfang Oktober absolviere ich nun meine Verwaltungsstation. Und zwar im städtischen Rechtsamt. Mein gut gemeinter Ratschla…

Rückblick Verwaltungsstation

Rechtseinblicke | 16. Januar 2009 — Mit ein wenig mehr als einem Monat Abstand, möchte ich nun auch einen kurzen Rückblick auf meine Verwaltungsstation geben. Wi…

Zwischenstand und Resumé

Jolandas Referendariat | 15. September 2006 — An alle meine Blogleser und die Leute, die mir Kommentare hinterlassen haben, vielen herzlichen Dank fürs Mitfühlen und Daumendrüc…

Insolvenzanfechtung - Wikipedia
Gerichtsferien – Wikipedia
Erstes Staatsexamen/Staatliche Pflichtfachprüfung Praktika - Berlin.de

Erstes Staatsexamen/taatliche Pflichtfachprüfung Praktika