Postzustellung (un)zuverlässig?

Am Sonnabend ging eine Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft hier ein. Ohne besonderes auf die Anschrift auf dem Umschlag zu achten, wurde der Brief geöffnet. Nur leider konnte ich mit der Akte nichts anfangen, da mir der Beschuldigte gänzlich unbekannt war.

Bei Durchsicht der Akte ergab sich, das diese von einer anderen Wismarer Kanzlei angefordert worden war. Nun also doch ein Blick auf den Umschlag und siehe da: Der Brief war richtig an die Kanzlei der Kollegen adressiert, die zwar auch die Hausnummer 4 haben, aber in einer anderen Straße residieren.

Man stelle sich vor, die Akte wäre per Zustellungsurkunde übersandt worden. Dass die Zustellerin dann - weil Sonnabends in der Kanzlei keiner anzutreffen ist - die entsprechende Urkunde ausgefüllt, die Akte in unseren Briefkasten geworfen und so eine Zustellungsurkunde in der Welt gesetzt hätte, die schlicht und ergreifend die Unwahrheit besagt, nämlich dass die Akte den Kollegen offiziell zugestellt worden ist, ist natürlich eine unbewiesene Hypothese ...

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Themen: Akte , Postzustellung

Erschienen 20. Mai 2007 auf http://ra-melchior.blog.de.

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