Politikverachtung?
am 10.12.2006 von RA-Blog
Hans-Peter Bartels (SPD) wendet sich im SpOn mit einem Essay “Wider die Politikverachtung” gegen Alarmismus und “Projekte” und fordert ein Institut für die Didaktik der Demokratie, da seiner Ansicht nach Politikverdrossenheit und -verachtung in erster Linie daher rühren, dass die Menschen Demokratie nicht verstehen.
Demokratie - weil sie als einzige Herrschaftsform Kritik und fundamentale Anfechtung ausdrücklich zulässt, erlaubt und fordert - steht immer unter “Verdrossenheits”-Druck.
Schon Platon kommentierte diese Haltung vor beinahe 2400 Jahren ironisch: “Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.”
Ich glaube, Herr Bartels übersieht, dass die Politikverdrossenheit nicht im Wesentlichen durch die Unwissenheit über das Wesen der Demokratie entsteht, sondern vielmehr wegen der mangels besserer Alternativen gewählten Volksvertreter.
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» Hans-Peter Bartels - Wikipedia
» Essay: Wider die Politikverachtung - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
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