Edmund Stoiber: Verfrühter Nachruf auf eine lebendige Leiche
strafblog | 17. Januar 2007 — Irrtümlich hat der Bayerische Rundfunk gestern einen politischen Nachruf auf Ministerpräsident Edmund Stoiber ausgestrahlt, währen…
Jetzt ging es dann doch sehr schnell: Allen Durchhalteappellen zum Trotz hat der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber die Konsequenzen aus dem rapiden Verfall seines Ansehens in den letzten Tagen gezogen und erklärt, dass er von seinem Amt und auch vom Parteivorsitz der CSU am 30. September zurücktreten werde. Und zwar nicht an irgendeinem 30. September, sondern in diesem Jahr. Jetzt kann der bayerische Rundfunk den politischen Nachruf auf den toughen Edmund, der vorgestern versehentlich schon einmal gesendet worden war, noch einmal in den Äther schicken. Und die Nachfolgekandidaten können die seit Tagen gewetzten Messer endlich schwingen. Beckstein, Huber, Seehofer und Glos, die alle nicht gegen Stoiber antreten wollten, können einträchtig übereinander herfallen und genüsslich schauen, wer wessen Ruf am besten ramponiert, um selbst eine gute Startposition zu ergattern. Am besten machen sie das natürlich nicht selbst, sondern lassen anderweitig meucheln, wie dies in den vergangenen Tagen beispielhaft schon durch gezielte Indiskretionen über Seehofers Liebesleben geschehen ist. Womit ich nicht gesagt haben will, dass einer der anderen drei Genannten dies lanciert hat. Stoiber jedenfalls hat seine Rücktrittsankündigung laut rp-online damit begründet, es sei ihm wichtig gewesen, zum richtigen Zeitpunkt für sein Land und für die CSU eine Entscheidung zu treffen. "Mein Ziel ist, dass Bayern auch in Zukunft das erfolgreichste Land und die CSU die erfolgreichste Partei bleibt." Und das scheint ohne ihn halt besser zu gehen. Welch eine Kraft der Selbsterkenntnis. Und darum hat die Frau Pauli, die ja nicht ganz unmaßgeblich an der ganzen Geschichte beteiligt war, auch nach ihrem heutigen Treffen mit Stoiber gesagt, der CSU-Chef habe auf sie "sehr klar, sehr bereinigt" gewirkt. Es gebe nun aus ihrer Sicht "kein Problem im menschlichen Bereich" mehr. Jetzt mögen wir alle den Edmund wieder gut leiden und sind schon fast ein bisschen traurig darüber, dass die deutsche Sprachlandschaft in Zukunft ärmer werden wird, wie der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, bereits bedauernd angemerkt hat. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
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LAWgical | 18. Januar 2007 — Das heute-journal bringt einen "Nachruf" auf Edmund Stoiber und darin ist wieder die Rede vom "Einserjurist Stoiber". Hatte ich ni…
RA-Blog | 14. Januar 2007 — Horst Seehofer hat heute Nachmittag gesagt, er würde niemals gegen Edmund Stoiber antreten. Erinnerte mich ein bisschen an Walt…
37sechsBlog | 21. Januar 2006 — Sollte ich jedoch irren und Jugendliche tatsächlich nur noch stammeln und keinen geraden Satz formuliert bekommen, füge ich hinzu:…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 12. Januar 2007 — In der CSU verbreiten sich Putschgerüchte gegen Ministerpräsident Edmund Stoiber wie ein Lauffeuer. Allen Appellen der Partei…
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Reuters | 2. Oktober 2008 — Berlin (Reuters) - Der scheidende CSU-Vorsitzende Huber und der scheidende bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein haben…
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Wissenswertes, Interessantes und Kurioses aus Justiz und Alltag | 18. September 2008 — Sticheleien gegen CSU-Chef Huber und Ministerpräsident Beckstein: Edmund Stoiber gibt im größten Bierzelt Bayerns noch einmal…
CSU in der Krise: Der Abgang des Edmund Stoiber. �Edmund Stoiber macht Schluss. Nach dem wochenlangen Gerangel um die Macht in Bayern ging schlie�lich alles ganz schnell. Gerade mal zwei Minuten brauchte Stoiber, um seinen R�ckzug zu verk�nden. Am 30. September wird er seine �mter als bayerischer Ministerpr�sident und CSU-Chef niederlegen.