Brox/Walker: Schuldrecht BT
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Bei mir im Jurakopf-Blog ist es bereits ein gefügelter Begriff, “der Plate”. Geschrieben habe ich es schon mehrfach, besprochen selbst habe ich ihn noch nie. Das hole ich jetzt in der gebotenen Kürze nach.
Der Plate bietet sich mit dem Titel “Das gesamte examensrelevante Zivilrecht” an. Ein hoher Anspruch, den er inhaltlich auch erfüllt. Da es sich um einen einzelnen Band handelt, kann man sich denken, wie das dann in der Hand aussieht: Fast 1500 Seiten hält man da in der Hand, was dann bei der Nutzung durchaus Probleme bereiten kann. Immerhin will so ein Buch auch gehalten werden, das wird schnell problematisch. Meine Kritik an diesem Werk ist daher auch vor allem im Bereich Usability angesiedelt - denn auch Bücher wollen vom Konsumenten ordentlich genutzt werden können. Auch wenn es schön ist, alles auf einmal zu haben: In 2-3 Bänden wäre es zum praktischen Arbeiten dann doch schöner.
Inhaltliche Kritik gibt es nur an einem Punkt: 1500 Seiten ohne Sachwortverzeichnis zu bieten ist schon fast dreist. Andererseits würden bei diesem Buch, bei einem guten Sachwortverzeichnis, dann sicherlich die 1800 Seiten erreicht werden, insofern muss man nachsichtig sein.
Das war es auch schon mit meiner Kritik: Das Buch ist umfassend, konzentriert aber nicht zu knapp und folgt der alten Anspruchs-Einteilung die jeder heute “einfach drin” haben muss. Vertraglich, Quasi-Vertraglich, Dinglisch, Deliktisch, Bereicherungsrechtlich. Hinzu kommen ein paar weitere Aspekte, doch dies ist dann die grobe Einteilung des Buches.
Anders als der Titel vermuten lässt ist das Werk durchaus auch für Anfänger geeignet: Plate beginnt im BGB-Alphabet wirklich bei A und führt das konsequent bis zum Z. Mir war beim Lesen nicht bewusst, was man davon nur schwer verstehen kann, wenn man kein Vorwissen hätte als Leser. Ganz im Gegenteil empfand ich seine ersten Ausführungen derart zugänglich, dass ich nicht wüsste, warum beispielsweise das Standardwerk von Brox hier eher zu empfehlen ist.
Entsprechend ist es für Fortgeschrittene, etwa in der Examensvorbereitung, anfangs etwas zäh zu lesen, da man hier nur sehr wenig neues erfährt - schadet aber auch nicht. Die systematische Aufbereitung ist logisch und prägt sich sehr schnell ein, so dass man Grundlagen-Wissen nochmal verinnerlicht.
Das Schriftbild ist sehr schön, gut zu lesen, man verzichtet auf Spielereien, nutzt aber durchaus grafische Elemente um einzelne Inhalte abzuheben. Ausbrüche in Schriftarten die kleiner als 10 Punkte sind gibt es nicht, das erleichtert ebenfalls das Lesen der vielen Seiten. Der Schreibstil macht Spass und ist gut verdaulich.
Die Jurakopf-Einschätzung
Ein Werk für Anfänger und Fortgesc…
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