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Pizamord-Prozess: In blutende Wunden getreten

am 26.10.2007 von http://www.woetzel-online.info/

Die nach dem so genannten „Pizzamord“ in einer Lengfelder Wohnung festgestellten Spuren passen weitgehend zu dem in der Anklage geschilderten Geschehen. Vor allem die Blutspuren an der Kleidung der Angeklagten lassen Rückschlüsse darauf zu, dass die beiden 34 und 35 Jahre alten Männer „in blutende Wunden getreten oder geschlagen haben“, sagte Professor Dr. Dieter Patzelt vom Institut für Rechtsmedizin der Universität am Mittwoch. Den beiden Männern aus dem Obdachlosenmilieu liegt zur Last, am 17. Mai 2006 gemeinsam einen betrunkenen 44-Jährigen totgeprügelt zu haben. Das Opfer hatte sich zuvor geweigert, eine eigens für ihn aufgewärmte Tiefkühl-Pizza zu verspeisen. Darüber soll sich vor allem der 35-jährige Angeklagte – er hatte bei der Tat gut drei Promille Alkohol im Blut – so sehr aufgeregt haben, dass er mindestens eine halbe Stunde auf den anderen Mann eingeschlagen und eingetreten haben soll. So hat es der 34-jährige Angeklagte dem Gericht berichtet. Er hat auch zugegeben, sich über die Verschmutzung der Wohnung geärgert und aus Angst vor dem 35-Jährigen ebenfalls auf das wehrlose Opfer eingetreten zu haben. Am Mittwoch nahm das Gericht ein mit Blut verschmiertes Betttuch vom Tatort und die Bekleidung der beiden Angeklagten genau in Augenschein. Blutspuren des Opfers fanden sich nicht nur an den Schuhen von beiden Männern, sondern auch an ihren Hosen. Das Spurenbild mit „sprayartigen Blutspritzern“ passe zu Schlägen oder Tritten gegen eine bereits blutende Person, betonte Patzelt. Auch an beiden Ärmeln des Sweatshirts, das der 35-Jährige zur Tatzeit trug, wurde Blut des Verstorbenen festgestellt. Der 34-Jährige und …

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Pizzamord-Prozess: Wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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