Pissing on demand
Gewerkschafter der IG-Metall kritisieren den Gebrauch von Drogentests, um Bewerber vor einer Neueinstellung auf Konsum illegaler Drogen zu testen. Sie sehen darin die Selbstbestimmungsrechte der Arbeitnehmer angegriffen. Auf Anfrage der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung bestätigten Firmen wie Tyssen-Krupp Stahl, RWE und RAG Deutsche Steinkohle die Durchführung solcher Screenings. Dabei stellen diese Firmen die Prävention von Sicherheitsrisiken in sensiblen Tätigkeiten in den Vordergrund.
Wogegen eine gesetzliche Grundlage für das Testen auf Drogen bei Berufen wie Piloten oder Lokführern vorhanden ist, basiert die Durchführung in anderen Unternehmen auf Freiwilligkeit der Arbeitnehmer. Datenschützer halten diese Freiwilligkeit der Einwilligung jedoch für nicht gegeben, da diese Untersuchung Voraussetzung für eine Einstellung ist.
(WAZ vom 16.6.09)
Regelmßige Drogenscreenings bei bereits Beschäftigten stellen arbeitsrechtliche Schwierigkeiten dar, weswegen sich die Praxis verbreitet hat, diese bereits bei Bewerbungsgesprächen durchzuführen. Fraglich bleibt jedoch nicht nur, ob es zulässig ist alle potentiellen Arbeitnehmer unter Generalverdacht zu stellen, sondern auch, wozu diese Urinproben noch alles dienlich sind. So könnten beispielsweise auch chronische Krankheiten oder Schwangerschaften nachgewiesen werden.
Einen ganz eigenen Umgang mit Drogenscreenings im Arbeitsleben kann in den USA gesehen werden. Arbeitenehmer …
» Vollständiger ArtikelThemen: Drogen , überwachung , Voraussetzung , IG Metall , Waz , Ige , Rwe , Arbeitsschutz , Drogenscreening , Pissing
Rechtsgebiet: Strafrecht
Erschienen 1. Juli 2009 auf http://criminologia.de.
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