Phishing: Finanzkurier zu Freiheitsstrafe verurteilt

Das bundesweit zweite Urteil gegen einen so genannten Finanzkurier bei Phishingbetrügereien liegt nun vor. Wegen gewerbsmäßiger Geldwäsche in fünf Fällen hat das Amtsgericht Darmstadt eine zur Bewährung ausgesetzte Gesamtfreiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verhängt. Der Angeklagte war auf mehrere Angebote, durch fünf Geldtransfers für Beträge zwischen 1.500 und 3.000 Euro einen lukrativen Nebenverdienst zu erhalten, eingegangen und hatte bei einer Sparkasse ein Konto dafür eingerichtet.

Das Gericht wendet ohne genaue Begründung den Tatbestand der Geldwäsche (§ 261 StGB) an, weil sämtliche Gelder aus „Computerbetrügereien“ stammten. Der Angeklagte habe auch vorsätzlich hinsichtlich der illegalen Herkunft der Gelder gehandelt, obwohl er dies leugnete. Wegen der Presseberichterstattung und Offensichtlichkeit, daß es sich nur um Schwarzgeld handeln könne, müsse ihm das nach Intelligenz und Bildung…

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Themen: Phishing , Amtsgericht Darmstadt

Erschienen 19. April 2006 auf http://www.elbelaw.de/blawg.

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