PERSONAL TRAINER
am 06.08.2005 von http://www.lawblog.de
Morgen Abend, 18 Uhr. Premiere. Der “Personal Trainer” und ich gehen es an. Die Vorbesprechung verlief vielversprechend. Ich hatte zunächst überlegt, meine Vorstellungen wie folgt auf den Punkt zu bringen: Nimm mich ganz hart ran. Da wir uns aber samstags trafen und ausreichend Zeit hatten, habe ich die Langversion gewählt.
Aus heutiger Sicht ist es unverzeihlich, dass ich nach gut zehn Jahren recht ordentlichen Trainings die Sache drangegeben habe. Das war Mitte 2003. Anderthalb Jahre später, nach dem Urlaub in Thailand, habe ich mich dann wieder im Sportstudio angemeldet. Aber leider ging mir nach zwei Wochen die Puste aus. Kann am Winter gelegen haben. Oder am Tsunami, der mich ziemlich berührte. Die Keule traf mich erst neulich wieder, als ich meine Papiere für die Steuer sortierte und die Rechnung vom “Magic Lagoon Resort” in Händen hielt.
Einige erfreuliche Begebenheiten im zwischenmenschlichen Bereich führten vor anderthalb Monaten dazu, dass ich plötzlich Interesse daran verspürte, doch nicht zur Couchkartoffel zu verkommen. Seitdem habe ich es fünfmal die Woche geschafft. Zu trainieren. Allerdings dementierte ich bei Khalid entschieden, dass ich stämmige Schultern, keine Hühnerbrust und einen Waschbrettbauch haben will, um für die Zielgruppe attraktiver zu sein. Nein, mir geht es um den ganzheitlichen Effekt des Sports. Die aufhellende Wirkung auf das Gemüt. Ich habe es nicht ganz so schwülstig formuliert. Egal. Er hat mir ohnehin kein Wort geglaubt.
Jetzt steht erst mal der Plan, zunächst für zweimal eine Stunde pro Woche. Er möchte, dass ich dann noch einmal alleine gehe. Ich bin fest entschlossen, mindestens …
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