Ostausschuss sieht Chancen für russischen Einstieg bei Infineon

Berlin (Reuters) - Der Vorsitzende des Ostauschusses der deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold, sieht immer noch Chancen auf einen Einstieg des russischen Mischkonzerns Sistema beim deutschen Chiphersteller Infineon.

"Ich glaube, dass wir nicht am Ende des Tages angekommen ist", sagte Mangold am Montag zu Reuters. Wichtig sei, dass beide Parteien gemeinsam eine vernünftige strategische Bestandsaufnahme machen. "Dann müssen sie entscheiden, ob etwas entstehen kann, das Mehrwert bei Sistema und Infineon schafft."

Eine Beteiligung bei Infineon könnte auch Thema bei den deutsch-russischen Regierungskonsultationen am Donnerstag im russischen Jekaterinburg werden, bei dem Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin zusammentreffen wird.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte über einen möglichen Einstieg der Russen gegeben. Bisher zählt der Sistema-Konzern aber nicht zu den gemeldeten Anteilseignern Infineons. Zudem gab es immer wieder Zweifel an der Finanzkraft des Unternehmen, das etwa 15 Milliarden Dollar Schulden hat. Ein Einstieg per Kapitalerhöhung würde die Russen Milliarden kosten.



Quelle: Reuters (12. Juli 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Mergers And Acquisitions (including Changes OF Ownership) , Infineon , Angela Merkel , Russian Federation , Eastern Europe , Semiconductor Equipment And Products , Semiconductors

Erschienen 12. Juli 2010 bei http://www.reuters.com.

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