Verhüllungsaktion des AK Vorratsdatenspeicherung
walfischbucht | 8. November 2007 — Am Tag vor der Entscheidung des Deutschen Bundestages über die Einführung einer sechsmonatigen Erfassung aller Verbindungsdaten in…
Kaum zündet irgendein irrer Fanatiker irgendwo Bomben, schon ist sie wieder da, die ganz besondere Spezies der Innenpolitiker.
Gerne auch gleich mit im Gepäck die immer gleichlautende Forderung nach einer Vorratsdatenspeicherung, denn ewig lockt das gleiche Versprechen, namentlich die absolute innere Sicherheit.
Oslo = Vorratsdatenspeicherung?So nutzte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, nach einem Bericht von heise-online umgehend die günstige Gelegenheit, erneut die Einführung der Vorratsdatenspeicherung zu fordern. Dies begründete er im Hinblick auf die Vorkommnisse in Norwegen damit, dass eine Vereitelung solcher Taten nur möglich sei, wenn Ermittler die Kommunikation bei der Planung von Anschlägen vorab verfolgen könnten.
… = setzen, 6!Da völlig unklar ist, wie Attentate ausschließlich mit Hilfe inhaltlich neutraler Verkehrsdaten (Anschlussnummer, Verbindungsbeginn, -ende, -datum und -uhrzeit) erfolgen soll, ist davon auszugehen, dass bei einer solchen Forderung entweder bewusst Blödsinn geredet wird oder statt einer Beschränkung auf vorgenannte Verkehrsdaten eine inhaltliche Erfassung der Kommunikation in Form von Abhören gemeint ist.
Bei rund 82 Mio Einwohnern müssten die Behörden also entsprechend viele Ermittler einstellen, um eine ausreichende Bespitzelung der vollständigen Kommunikation aller Bundesbürger überhaupt effektiv gewährleisten zu können. Ein Umstand der zwar Erich Mielke zur Ehre gereichen würde, den einen oder anderen Länderfinanzminister jedoch aufgrund zu erwartender Personalkosten eher in den Wahnsinn treiben dürfte. Die Bürgerrechtler lassen wir an dieser Stelle einfach mal außen vor.
Vorratsdatenspeicherung = effektive Strafverfolgung? Wohl kaum!So ist die Logik der Terrordiskussion an sich schon irgendwo zwischen “recht speziell” bis “irrwitzig” anzusiedeln. Über die tatsächlichen Fakten hatten wir bereits berichtet, auch für Herrn Uhl hier aber nochmals eine Zusammenfassung:
zu erwartende Erhöhung der Aufklärungsquote = 0,006% Aufklärungsquoten bei Internetdelikten (während der Dauer der Vorratsdatenspeicherung) = 70% im Vergleich zu Aufklärungsquoten bei sonstigen Straftaten = ca. 55% damalige Verurteilungswahrscheinlichkeit bei Rückgriff auf Vorratsdatenspeicherung= 28% Aufklärungsquote bei Internetdelikten noch vor… » Vollständiger ArtikelErschienen 25. Juli 2011 auf http://www.datenschutzbeauftragter-info.de.
walfischbucht | 8. November 2007 — Am Tag vor der Entscheidung des Deutschen Bundestages über die Einführung einer sechsmonatigen Erfassung aller Verbindungsdaten in…
LAWgical | 4. November 2007 — Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft auf zur bundesweiten dezentralen Kundgebung gegen die Vorratsdatenspeicherung am kom…
Datenschutzbeauftragter Online | 4. Juni 2008 — Heise berichtet heute, dass aufgrund einer Forsa-Umfrage davon auszugehen ist, dass in der Tat viele Menschen aufgrund der Vo…
Blog zum Medienrecht | 25. Juli 2011 — Derzeit entblöden sich gewisse Politiker nicht, aus den Anschlägen in Norwegen Kapital zu schlagen, im dem sie nach der Vorra…
RA Kadelke | 19. Juli 2007 — In einer gemeinsamen Stellungnahme warnen der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, das Netzwerk Neue Medien und die Neue Ric…
Heymanns Strafrecht Online Blog | 6. November 2008 — Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat mit Beschluss vom 28. Oktober 2008 1 BvR 256/08 einem Antrag auf Erlass ein…
RA-Blog | 23. November 2006 — Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung kündigt für den Fall, dass der vom Bundesjustizministerium vorgelegte Gesetzentwurf …
Heymanns Strafrecht Online Blog | 2. März 2010 — Das BVerfG hat ja nun zur Vorratsdatenspeicherung geprochen (Urt. v. 02.03.2010 – 2 BvR 256/08). Die Leitsätze dazu findet man …
walfischbucht | 20. November 2007 — Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat die ursprünglich bis zum gestrigen 19.11. gesetzte interne Frist zur Annahme von Regi…
Datenschutzbeauftragter | 18. November 2010 — Wenn man sich die vehementen Forderungen der Politik zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung teilweise so anhört, so k…
In Deutschland wird die Debatte über Überwachungsmaßnahmen nach dem Bombenanschlag in Oslo und dem Massaker auf der Insel Utøya wieder intensiver. So wird auch wieder eine verdachtsunabhängige Protokollierung von Nutzerspuren gefordert.
Wie Norwegens Ministerpräsident auf die grausamen Anschläge reagiert, ist beeindruckend. Er beschwört die Freiheit, nicht Vergeltung. Michael Schlieben kommentiert.
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