openJur oder die Probleme eines juristischen Webprojektes

Hier war in den letzten Monaten wenig los, sogar noch weniger als sonst und der Grund dafür ist meine Arbeit an einem freien juristischen Internet-Projekt mit dem Namen openJur. Der Name ist Programm, jedenfalls ist geplant, dass openJur eine freie Gesetzes- (Bund/Land) und Urteilssammlung mit umfangreicher Kommentarfunktion (also wie ein juristischer Gesetzeskommentar) wird.

Das ganze Projekt ist natürlich vom Grundsatz her eine Menge Arbeit und wird daher, insbesondere der Kommentar, nur nach und nach Online gehen. Allerdings habe ich auch nicht angenommen, dass einem dermaßen viele Steine in den Weg gelegt werden, wie ich es jetzt erlebt habe. Mittlerweile kommt es mir jedenfalls so vor, als seien Urteilstexte der heilige Gral eines jeden OLG und das ich nur von OLGen spreche liegt daran, dass mein Schreiben in dem ich das Projekt vorgestellt habe bislang nur an OLGe ging - irgendwo muss man schließlich anfangen.

Die rühmliche Ausnahme, die an dieser Stelle erwähnt werden sollte, war neben dem BGH und BVerfG das Hanseatische Oberlandesgericht in meiner Heimatstadt, bei allen anderen Gerichten kam entweder

- gar keine Antwort, - eine Antwort mit Hinweis auf die Gebühren lt. JVKostO, - eine Antwort mit Verweis auf anderweitige vertragliche Verpflichtungen - oder eine Antwort mit Verweis auf die eigene Urteilsdatenbank.

Ein Richter aus den nordöstlichen Gefilden der Bundesrepublik unterstellte mir gar, dass ich aus dem Projekt ja eh eine kommerzielle Sache machen wolle, da es niemanden gäbe der umsonst arbeite und die Kosten in Höhe von € 2,50 pro U…

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Themen: Bund

Erschienen 8. Oktober 2008 auf http://www.abgemahnt.com.

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