IP|Event: Open Innovation
IP|Notiz | 5. April 2011 — Am 24. Juni 2011 findet die interdisziplinäre Werktagung “Open Innovation unter Wettbewerbern – Konzepte und rechtliche Rahme…
Modernes Innovationsmanagement beinhaltet mehr als einen Prozess zu entwerfen und zu hoffen, dass er sich von selbst mit Ideen füllt. Woher kommen Ideen? Welche Werkzeuge stehen dem Innovationsmanagement zur Verfügung? Was sind die innerbetrieblichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für innovationsfreundliches Klima? Wo liegen die Trends für die Zukunft? Michael Putz - Geschäftsführer der LEAD Innovation GmbH im Interview mit patentanwalt .cc | intellectual property expertise. Herr Putz, wie sehen sie den Stellenwert von professionellem Innovationsmanagement in Österreich - insbesondere im Vergleich zu anderen Ländern wie beispielsweise USA oder Deutschland ? In Österreich hinken wir leider etwas hinten nach. Deutschland hat, gerade auch durch politisch getriebene Initiativen wie dem Jahr der Innovation, bereits 2004 das Thema Innovationsmanagement forciert. Und wenn Sie mich auf die USA ansprechen, darf ich auf den Ursprung der LEAD User Methode verweisen, welche vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) stammt. Aber nicht nur in Industrie und Politik - wie am Beispiel Deutschlands - sind andere Länder Österreich weit voraus. Gerade in den USA fördert vor allem auch die Geschäftskultur professionelles Innovationsmanagement viel mehr, als das hierzulande der Fall ist. Der Gedanke des Unternehmertums ( Entrepreneurship ), sich durch Trail & Error dem Erfolg nähern, bei Misserfolg nicht auch gesellschaftlich verachtet werden, sondern gelobt, dass man es versucht hat, all das sorgt in den USA für einen besseren Nährboden für Innovationen - folglich sind das bessere Voraussetzungen für professionelles Innovationsmanagement. In Österreich hingegen werden in vielen Unternehmen zuerst Prozesse zur Abarbeitung von zukünftigen Ideen implementiert. Dann erst wird die Frage gestellt, woher die Ideen eigentlich kommen sollen. Es gibt also viel zu tun! Die Herausforderungen gliedern sich demnach in zwei Bereiche. Auf der einen Seite das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Umfeld und auf der anderen Seite die innerbetrieblichen Faktoren. Bleiben wir einmal bei den innerbetrieblichen Faktoren: Fällt die Frage, woher die Ideen kommen sollen, in das Gebiet des klassischen Innovationsmanagements oder ist Innovationsmanagement nur das Mittel um eine Idee zum Markterfolg zu führen? "Innovationsmanagement ist die Summe der strategischen, organisatorischen und kommunikativen Maßnahmen eines Unternehmens / einer Organisation, um durch Neuerungen Erfolg zu generieren." Zu der Frage nach den innerbetrieblichen Faktoren, bzw. woher die Ideen für Innovationen kommen: Unternehmen müssen stets nach außen, also in den Markt blicken, um die richtigen Ideen mit Innovationspotential zu generieren. Woher diese Ideen kommen sollen, wird ausführlich durch die LEAD User Methode in Eric von Hippels Standardwerk ‘Sources of Innovation’ beantwortet. Die bis dahin allgemein gültige Sichtweise des ‘Manfacturer Paradigm’, welches besagt, dass Innovation die Aufga…
» Vollständiger ArtikelErschienen 30. Juli 2010 auf http://www.patentanwalt.cc.
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